Festwochenende zur Einweihung

Grundschule und Domsingschule unter einem Dach

Zur Einweihung Festwochenende mit zahlreichen Höhepunkten

Drei Tage lang wurde am letzten Januar-Wochenende die Einweihung des Neubaus der Bischöflichen Grundschule St. Paulin und der Domsingschule Trier gefeiert. In dem vom Trierer Architekt Prof. Kuno Schneider geplanten Gebäudekomplex an der Dominikanerstraße haben beide Institutionen ein gemeinsames Domizil bekommen, das ihnen alle Möglichkeiten eröffnet, bei der intensiven musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen künftig aufs Engste zusammenzuarbeiten.


Beginn mit Pontifikalgottesdienst

Am Freitag, 26. Januar begannen die Festivitäten zunächst mit einem Pontifikalgottesdienst im Dom. In seiner Predigt sprach Bischof Dr. Reinhard Marx von einem „Tag großer Freude für das Bistum“ und von einem „Zeichen der Hoffnung für die Zukunft“. Die neue Schule solle den Kindern eine Basis für ihr Leben vermitteln. „Wir wollen den Kindern einen Wurzelgrund bieten, der ihnen möglich macht, ihr Leben selbst aufzubauen“, so der Bischof vor der großen Festgemeinde, die neben den Kindern der Paulinschule mit ihren Lehrern und Eltern auch zahlreiche Gästen aus den Bereichen Bildung, Politik, Kirche und Kultur sowie eine Reihe befreundeter Dommusiker benachbarter Kathedralen umfasste. In der Gabenprozession überreichten die Kinder dem Bischof neben den eucharistischen Gaben eine Reihe von Symbolen, mit denen Dank und gleichzeitig die Hoffnung auf ein gutes Miteinander im neuen Haus verbunden waren.


 

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte die Jugendkantorei am Trierer Dom übernommen, erstmals unterstützt von zwei an der Grundschule neu eingerichteten Chorgruppen: den B-Chor-Mädchen und den B-Chor-Knaben. Unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer erklangen die „Missa puerorum“ von Josef Rheinberger sowie Chorsätze von Fritz Neumeyer, Thomas Gabriel und John Rutter. An der Chororgel begleitete Domkapellmeister Stephan Rommelspacher, an der Hauptorgel steuerte Domorganist Josef Still unter anderem Johann Sebastian Bachs Praeludium und Fuge Es-Dur bei.

Fotogalerie Pontifikalgottesdienst


 

Schlusssteinsetzung und Segnung

Im Anschluss an den Gottesdienst begab man sich auf den Vorplatz der neuen Schule, wo bei klirrender Kälte, aber strahlendem Sonnenschein die Segnung des neuen Hauses vorgenommen wurde. Die kurze Feier begann mit dem Verlesen der Schlussstein-Urkunde (lesen Sie hier den Text) [43 KB] , anschließend wurde die Urkunde zusammen mit einem Satz aktueller Euro-Münzen, dem „Trierischen Volksfreund“ vom Tag, einer aktuellen Ausgabe der Bistumszeitung „Paulinus“ und einem Liedblatt des vorangegangenen Pontifikalgottesdienstes in einer Metallkapsel luftdicht verschlossen, damit, so der Bischof, man auch „in vielen hundert Jahren noch weiß, was am 26. Januar 2007 hier begonnen hat.“ Anschließend wurde die Kapsel in einer Mauernische neben dem Eingangsportal deponiert und diese dann mit einer kunstvoll gestalteten Granitplatte, dem so genannten „Schlussstein“ fest verschlossen.


 

Mit dem Segen des Bischofs und einem gemeinsamen Gesang, dem eigens hierfür mit neuen Strophen ergänzten Lied „Komm, Herr, segne uns“ endete die kurze, in gelöst-heiterer Atmosphäre verlaufene Zeremonie.

Segne dieses Haus, Herr, wir wollen beten
und Tage ein, Tag aus, dankend vor dich treten.
Nie sind wir allein. Gott in allen Dingen.
Unser Lernen, Singen wird gesegnet sein.

Anschließend ging Bischof Reinhard Marx durch das neue Haus und segnete alle Räume, insbesondere auch die eigens für die Schule neu gegossenen Kreuze des Künstlers Tobias Kammerer.

Fotogalerie Schlusssteinsetzung


 

Festakt

Gegen 12 Uhr begann dann in der großen Choraula der Festakt, an dem rund 150 geladene Gäste teilnahmen. Unter ihnen waren neben der Bistumsleitung und dem Domkapitel auch Vertreter des Mainzer Kultusministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Stadt Trier, die Abteilungsleiter des Generalvikariats, die Rektorinnen und Rektoren nahezu sämtlicher Schulen und Hochschulen des Bistums Trier, das Lehrerkollegium und die Elternvertreter der Grundschule St. Paulin, Vertreter der am Bau beteiligten Architekten und Ingenieure sowie die Mitarbeiter der Dommusik. Die Dommusiken der Nachbarbistümer waren durch die Domkapellmeister aus Köln, Mainz, Limburg, Rottenburg und Würzburg vertreten. Von der kurz vor Auflösung stehenden Kirchenmusikhochschule St. Gregorius in Aachen, aus deren Instrumentenbestand ein „Paket“ von neun Klavieren und zwei Flügeln für die neue Schule erworben werden konnte, war Rektor Prof. Matthias Kreuels angereist, aus Freiburg der Präsident des Deutschen Chorverbandes „Pueri Cantores“ Wilm Geismann.



 

Zwei pfiffige Liedbeiträge der an der Schule seit Herbst 2006 neu entstandenen Chorgruppen gaben den Startschuss zum rund zweieinhalbstündigen Festakt. Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink begrüßte zunächst die Festgäste und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass auch in Zeiten knapper kirchlicher Finanzen und einschneidender Sparvorgaben noch in die Ausbildung junger Menschen und damit auch in die Zukunft der Kirche investiert werden konnte. Er dankte dem Land Rheinland-Pfalz für seine nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung bei dem Projekt und stellte klar, dass das Ganztagskonzept der Schule nicht den Erziehungsauftrag der Eltern behindern oder gar unterlaufen, sondern ihn im Gegenteil sinnvoll ergänzen und unterstützen wolle. Dompropst Werner Rössel wies in seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung der Bischofskirchen als Orte der Bildung junger Menschen hin. In gewisser Weise sehe er das Engagement der Hohen Domkirche für das Schulprojekt auch in einer Traditionslinie mit der für Trier bereits im frühen Mittelalter nachgewiesenen Domschule, der einst kein Geringerer als der Hl. Wolfgang vorgestanden habe. Den Dommusikern, Domkapellmeister Stephan Rommelspacher, dem ersten Domkantor Harald Schmitt und seinem Nachfolger Thomas Kiefer dankte er für ihre geduldige Aufbauarbeit, deren „Früchte“ nicht unwesentlich zur Entscheidung der Bistumsleitung beigetragen hätten, die Kooperation Grundschule/Domsingschule in Angriff zu nehmen und ihr mit dem Neubau eine stabile Grundlage zu geben. Rössel dankte insbesondere seinem Amtsvorgänger, Alt-Dompropst Hermann-Josef Leininger für seine unermüdliche Unterstützung des Projekts.



 

Schwierige Genese

In einem „Einblicke“ betitelten Beitrag zeichneten Diözesanbaudirektor Christoph Freitag, der stellvertretende Leiter der Abteilung „Schulen/Hochschulen“ im Bischöflichen Generalvikariat Elmar Bach und Domkapellmeister Stephan Rommelspacher die insgesamt sechsjährige Genese des Projekts nach. Insbesondere die mit den Interna nicht vertrauten Zuhörer, die große Mehrheit im Auditorium also, wurden mit einem spannenden Prozess bekannt gemacht, der Höhen und Tiefen durchlaufen musste, im Winter 2003 sogar kurz vor dem Scheitern stand, ehe er mit der definitiven Neubauentscheidung der Bistumsleitung im Sommer 2004 endgültig auf die Erfolgsspur kam, und nach Architektenwettbewerb und nur elfmonatiger Bauzeit (November 2005 bis September 2006) mit dem Einzug der Schule im Oktober 2006 schließlich sein glückliches Ende fand.

Elmar Bach wies unter anderem auf die nicht ganz einfache Meinungsbildung bei Teilen der Lehrer- und Elternschaft auf dem Weg zum verpflichtenden Ganztagskonzept hin. Christoph Freitag schilderte die schwierige Phase der Standortfindung, berichtete über die dem Bau vorausgehenden Grabungen, über die Ausschreibung, den Architektenwettbewerb und die Preisgerichtssitzung im September 2004 unter dem Vorsitz des renommierten Dresdener Architekten Prof. Peter Kulka. Er erläuterte die Idee der bewusst kleingliedrigen, überschaubare Lern- und Erlebnisräume für Kinder bereit stellenden Architektur des preisgekrönten Entwurfs von Prof. Kuno Schneider und ihre gelungene Integration in das einerseits von großen Schulgebäuden, andererseits von historischen Kurienhäusern geprägten Umfelds. Er verwies auf die zentralen Aspekte Akustik (alle Räume der Schule wurden akustisch berechnet und durch entsprechende Maßnahmen „hörsam“ gemacht) und Schallschutz – enorm wichtig für ein Gebäude, in dem exzessiv Musik gemacht wird.

Domkapellmeister Stephan Rommelspacher schlug einen weiten Bogen, von seinen ersten Gesprächen im Februar 2000 mit dem damaligen Dompropst Leininger über eine strukturelle Neuausrichtung der Chorsituation am Trierer Dom mit verstärktem Fokus auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, über die Einrichtung und Besetzung der Domkantorenstelle bis hin zur Gründung der Jugendkantorei und die Suche nach der für Trier passenden Konzeption für eine langfristig abgesicherte Nachwuchsarbeit. Exkursionen einer seit 2001 für die Begleitung des Strukturwandels der Dommusik eingerichteten Lenkungsgruppe nach Aachen und Köln, wo der Nachwuchs für die Chöre über eigene Grundschulen rekrutiert und vorbereitet wird, führten schließlich dazu, ein Kooperationsmodell Grundschule/Dommusik auch für Trier auf den Weg zu bringen. Rommelspacher dankte insbesondere den Kollegen von der Domsingschule Köln, dass man über eine ganze Serie von Hospitationsbesuchen in Köln und zahlreiche Gespräche vom reichen Kölner Erfahrungsschatz profitieren durfte, was sich unter anderem darin niederschlägt, dass nun auch in Trier die musikalischen Grundlagen mit Hilfe der in Köln schon seit vielen Jahren erfolgreich praktizierten Ward-Methode gelegt werden. Er dankte der Bistumsleitung, zuvorderst den beiden Generalvikaren der letzten sechs Jahre, für ihren Mut, Neues zu wagen und dafür auch in schwierigen Zeiten tief in die klammen Kassen zu greifen. Zuletzt dankte Stephan Rommelspacher in sehr persönlichen Worten Alt-Dompropst Hermann Josef Leininger, ohne dessen Weitblick und Beharrlichkeit das Projekt wohl nicht zustande gekommen wäre. Ohne Dompropst Leiningers segensreiches Wirken wäre dort, wo man jetzt versammelt sei, wohl heute noch unbebautes Sportgelände. Halb scherzhaft schlug der Domkapellmeister vor, die noch namenlose neue Choraula demnächst „Hermann-Josef-Leininger-Auditorium“ zu nennen…


 

Nach diesem rund 30minütigen Wortbeitrag freute sich die Festversammlung über den Auftritt der Kinder- und Jugendkantorei, die unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer einen Psalm der 1951 geborenen Amerikanerin Nancy Hill Cobb und anschließend „Jaakobin pojat“ des zeitgenössischen finnischen Komponisten Pekka Kostiainen vortrug. Insbesondere das anspruchsvolle, fünfstimmige und zuweilen auch aleatorische Stilmittel einsetzende Werk Kostiainens zeigte eindrucksvoll, welch ein Niveau der erst 2001 gegründete Nachwuchschor am Trierer Dom bereits in diesen wenigen Jahren erreicht hat.



 

Festvortrag

Den Festvortrag hielt der renommierte Bonner Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Volker Ladenthin. Unter dem Titel „Bildung im Getöse der Gegenwart – oder: Von der Verantwortung des Staates für die musikalische Bildung seiner Bürger“ enfaltete er ein flammendes Plädoyer für die musikalische Förderung von Kindern. Schule müsse ein Ort sein, an dem Kinder nicht noch mehr Getöse erleben, sondern lernen, dieses zu ordnen, zu bewerten und wichtige Stimmen herauszulösen. Musikalische Förderung habe hierfür eine nachweislich hervorragende Bedeutung. Hiervon ausgehend spannte Ladenthin einen weiten Bogen von der allgemeinen Bildungstheorie auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes, über die Möglichkeiten einer katholischen Ganztagsschule, bis hin zu der eindrucksvollen Darstellung der Musik als „Weltarchiv des Empfindens“. Aufgabe der Verantwortlichen in Politik, Kultur und Bildung sei es, allen Bürgern dieses Archiv der Gefühle weiterhin zugänglich zu machen. Der Vortrag, der nicht zuletzt infolge des fesselnden Vortragsstils und der beachtlichen Entertainer-Qualitäten des Bonner Professors nie ermüdend wirkte, stieß bei der Festversammlung auf ein begeistertes Echo. Insbesondere waren sich alle Verantwortlichen aus Schule und Dommusik darin einig, dass Ladenthin ihnen erstens aus der Seele gesprochen hat und zweitens viel Mut für die künftige Arbeit machte. Ein Sonderdruck des Textes ist in Vorbereitung und kann demnächst über die Abteilung Schule/Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat bezogen werden (lesen Sie hier eine Kurzfassung des Vortrags) [76 KB] .


 

Nach so viel geballter, zum Nach- und Weiterdenken anregender Information tat musikalische Abwechslung in Form einer erfrischend musizierten Kirchensonate Wolfgang Amadeus Mozarts gut. Sie wurde von einem Streicherensemble mit Sarah Weins und Hanna Notte (Violinen), Sonja Lehrke (Violoncello), Peter Kasper (Kontrabass) und Domorganist Josef Still am Klop-Truhenpositiv geboten.



 

Grußworte

Den Reigen der Grußworte eröffnete Katharina von Kap-her vom Mainzer Ministerium für Bildung, Wissenschaft Jugend und Kultur. Sie überbrachte die Grüße der terminlich verhinderten Ministerin Doris Ahnen und zeigte sich als Vertreterin des mit über 2 Mio. Euro Zuschuss (bei etwa 5 Mio. Gesamtkosten) beteiligten Landes Rheinland-Pfalz erfreut über die freundlich-helle, kindgerechte Architektur, aber auch überzeugt vom musikalischen Förderschwerpunkt der Schule.

Als Vertreter der Stadt Trier erinnerte Ulrich Holkenbrink, Dezernent für Schulen und Kultur, nochmals an das alte Domizil der Schule, den Gründerzeitbau an der Paulinstraße. Holkenbrink, selbst viele Jahre als Schulmusiker tätig gewesen, freute sich vor allem über das musikbetonte Förderkonzept der Schule, wodurch der Schullandschaft Trier ein attraktives neues Angebot zuwachse.

Für die deutschen Dommusiker, die mit großem Interesse auf das Trierer Projekt blicken würden, gleichzeitig aber auch für die „heimliche Patenschule“, die Domsingschule Köln, sprach Domkapellmeister Eberhard Metternich. Er gratulierte der Stadt, dem Dom und dem Bistum, das sich durch diese weit in die Zukunft weisende Investition selbst das schönste Geschenk gemacht habe. In dieselbe Richtung gingen auch die Worte Wilm Geismanns, des aus Freiburg angereisten Präsidenten des Deutschen Chorverbandes „Pueri Cantores“. Er lobte die mutige Initiative von Bistum und Dom und formulierte, in Abwandlung eines bekannten Slogans aus der Finanzwirtschaft: Sie geben ihrer (Ihrer) Zukunft ein Zuhause. Er bezog dies einerseits auf die Kinder („ihrer Zukunft“), die im neuen Haus Heimat und Förderung bekämen, andererseits auch auf die Trägerinstitutionen Dom und Bistum selbst („Ihrer Zukunft“), die durch diesen mutigen Schritt aktiv Zukunftssicherung für die Kirche betrieben, indem sie junge Menschen über die Musik an Glauben und Religion heranführten.

Zuletzt sprach im Namen der Elternschaft Schulelternsprecher Walter Hauth, ehe nach dem Erklingen einer weiteren Kirchensonate Mozarts Schulleiterin Jutta Claes die Festgäste zum Rundgang durch das neue Haus und zu einem Imbiss einlud.

Fotogalerie Festakt


 

Tag der Offenen Schule

Am Samstag, 27. Januar wurde das neue Haus der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Von 10 bis 17.30 Uhr bestand die Möglichkeit zur Besichtigung aller Räume. Ergänzend dazu hatten die Mitarbeiter der Dommusik und die Lehrer der Schule ein buntes, abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mitmach-Aktionen in allen Klassenräumen zeigten die Vielfalt des schulischen Lebens im neuen Haus.


 

In den Räumen des Musiktrakts konnte man die verschiedenen Arten des Musikunterrichts an der neuen Schule kennen lernen: von der Musikalischen Früherziehung, über die Präsentation der verschiedenen Instrumentalensembles (Streicher, Blockflöten, Percussioninstrumente), Gruppenstimmbildung, Vorstellung von Instrumenten (Geige, Cello), „Klavierspass für Jung und Alt“ bis hin zu Kurzvorträgen über die Ward-Methode (eigens dafür angereist: Gisbert Brandt von der Domsingschule Köln) und einem Offenen Singen reichte die Palette.


 

In der großen Choraula fanden zu jeder vollen Stunde halbstündige Kurzkonzerte statt, darunter Kammermusik der Wiener Klassik für Streicherensemble, französische Duette für Flöte und Klavier, Auszüge aus den „Jugend-musiziert“-Programmen von Schülerinnen des Bischöfl. Angela-Merici-Gymnasiums, Alte Musik für Blockflöte und Orgelpositiv sowie kindgerechte Programme für Klaviersolo oder Solostimme und Klavier.
Überwältigt zeigten sich die Organisatoren von der starken Resonanz auf den Tag der Offenen Schule. Trierer, aber auch Besucher aus dem gesamten Bistum und dem benachbarten Ausland strömten in hellen Scharen. Auffällig viele junge Familien nutzten den Tag, um sich über die neue Schule und ihren musikalischen Förderschwerpunkt zu informieren. Drangvolle Enge herrschte zeitweise auf den Fluren, Treppen und in den vielen Veranstaltungsräumen. Das von Elternvertretung und Förderverein der Schule im Kursraum „Kunst und Werken“ eingerichtete Cafe Paulin hatte alle Mühe, den enormen Ansturm zu bewältigen.

Fotogalerie Tag der Offenen Schule


 

Festkonzert

Einen Abschluss der besonderen Art erhielt der Tag der Offenen Schule in Form des Festkonzertes im Dom am Samstagabend. Über 800 begeisterte Besucher folgten der Einladung der Dommusik und wurden vom Adolf Fredriks Girls Choir aus Stockholm mit einem Konzerterlebnis belohnt, das noch lange nachwirken wird. Domkantor Thomas Kiefer hatte diesen außergewöhnlichen Chor, den er während seines Chorleitungsstudiums in Stockholm kennenlernte, nach Trier eingeladen, auch um einen richtungsweisenden Akzent zu setzen in der Frage, was durch konsequente schulische Chorarbeit möglich sein kann. Die 40 Mädchen demonstrierten dies eindrucksvoll: glasklarer Klang, lupenreine Intonation, wunderbare Homogenität, verbunden mit großer Natürlichkeit im Musizieren, kurz: schwedische Chorkultur auf höchstem Niveau. Mit nicht enden wollendem Applaus dankte das Publikum den Mädchen, dem Dirigenten Christoffer Holgersson, der für den erkrankten Chorleiter Bo Johansson eingesprungen war und Domorganist Josef Still, der das Programm einfühlsam mit Orgelliteratur und Improvisationen bereicherte.

Pressekritik Festkonzert

Fotogalerie Festkonzert


 

Der Abschlusstag: Festgottesdienst und Matinée

Mit einem weiteren Festgottesdienst im Dom begann am Sonntag, 28. Januar der letzte Tag des Festwochenendes. Jugendkantorei und Adolf Fredriks Girls Choir hatten diesmal die musikalische Gestaltung gemeinsam übernommen und sich zu einem großen, 90köpfigen Chor vereint. Begleitet vom Schöneck-Ensemble Koblenz erklangen Rheinbergers A-Dur-Messe op. 126 in der Orchesterfassung, Mendelssohns „Laudate pueri“ sowie deutsche und schwedische Chorstrophen zu Liedern des Gotteslobs in Sätzen von John Rutter und anderen. Dompropst Werner Rössel zelebrierte den feierlichen Gottesdienst.

Fotogalerie Festhochamt


 

Im Anschluss an das Hochamt folgte eine weltliche Konzertmatinée mit Adolf Fredriks Girls Choir in der neuen Choraula. Diese bestand hierbei ihren ersten "Härtetest" mit über 170 Zuhörern, die gespannt einem abwechslungsreichen Reigen aus schwedischen Volksweisen und anspruchsvollen Kompositionen von Kodaly, Tormis und anderen lauschten.

Wieder einmal zeigten sich alle Anwesenden begeistert und man war sich einig: ein würdiger Abschluss eines großartigen Wochenendes.

Fotogalerie Matinée


 

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