Presse

Umjubelte Johannespassion am Palmsonntag

ERSTAUNLICHE PRÄZISION

Authentische Botschafter des Karfreitagsgeschehens: Johannespassion wird im Trierer Dom zu einem Ereignis

Eine Woche nach Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag erklang im Trierer Dom dessen Johannes-Passion. Ein Konzertereignis, das seinesgleichen suchen kann.

von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth
(Trierischer Volksfreund vom 30. März 2010)




 

Trier. "Erstmals wird in diesem altehrwürdigen Dom eine der großen Bach-Passionen aufgeführt. Ein historischer Moment, und Sie sind dabei." Mit diesen Worten begrüßte Domkapellmeister Stephan Rommelspacher die knapp 1000 Besucher in der Trierer Bischofskirche zum Konzert am Palmsonntag. Die Johannes-Passion, BWV 245, wurde 1724 erstmals aufgeführt und ist damit die älteste Karfreitagsmusik Bachs, gleichzeitig aber auch die jüngste, denn er hat dieses Werk mehrfach, zuletzt 1749, überarbeitet. Die Verantwortung für die Aufführung lag in den Händen von Domkantor Thomas Kiefer, der Trier mit diesem Abend etwas Außergewöhnliches geschenkt hat.




 

Zunächst war es erstaunlich, dass die Jugendkantorei am Trierer Dom, verstärkt durch den "Projektchor Johannes-Passion", eine solch gewaltige Aufgabe stemmen konnte. Diesem Klangkörper muss man auch vorbehaltlos die größten Komplimente machen, waren alle anderen Beteiligten doch Profis in Sachen Musik. Da war zunächst einmal die technische Seite, die staunen machte. Welch eine Präzision, vom Eingangschor bis hin zum Schlusschoral. Es gab kaum eine Situation, in der man das Gefühl haben musste, es wackle ein wenig. Intonatorisch bewegte sich der Chor, der durchweg aus sehr jungen Mitgliedern bestand, auf allerhöchstem Niveau und lieferte eine verblüffende Sauberkeit.


 

Was aber, bei aller Perfektion, viel mehr beeindrucken konnte, war die musikalische Tiefe, mit der hier agiert wurde. Die jugendlichen Sängerinnen und Sänger waren durchdrungen von diesem Werk und all seinen Aussagen. Sie wurden zu authentischen Botschaftern des Karfreitagsgeschehens. Trier ist eine Stadt der Chöre. Mit diesem Konzert wurde im Dom die Qualitätsmesslatte ein Stück höher gelegt.


 

Freilich - dass dieser Abend ein großer Erfolg wurde, lag auch an den mitwirkenden Solisten und am Orchester L'arpa festante. Die Instrumentalisten aus München sind ja fast schon das Hausorchester in Dom und Basilika, wenn es um Alte Musik geht. Auch diesmal enttäuschten sie nicht, waren für Kiefer ein verlässlicher Partner in allen Situationen.


 

Bei den Vokalsolisten ist allen voran der Tenor Hermann Oswald zu nennen, der als Evangelist eine Herkulesaufgabe zu erfüllen hatte. Viel wichtiger als die Tatsache, dass im zweiten Teil der Passion seine Stimme ein wenig einknickte, war die überzeugende Art, wie er seine Rolle verkörperte. Er war ein glaubhafter Berichterstatter, der seine Zuhörer in Trauer, Liebe, Mitleid und auch Wut versetzen konnte.


 

Ebenfalls großartig der Bassist Andreas Pruys, der in der Christusrolle kurzfristig für den erkrankten Felix Speer eingesprungen war. Mit profunder Stimme trat er in Erscheinung und vertrat seine hoffnungslose und gerade deshalb siegesgewisse Partie. Ein empathischer Höhepunkt war die Sopran-Arie "Zerfließe, mein Herze", gesungen von einer glänzend vorbereiteten Eva Leonardy. Überhaupt hätte man das Solistenquintett als mustergültig bezeichnen können, wenn es Bettina Ranchs Alt nicht ein wenig an Kraft gefehlt und Marek Rzepka (Bass-Arien und Pilatusrolle) etwas verständlicher gesungen hätte.


 

Letztlich war es aber Kiefer, für den die Anerkennung nicht groß genug ausfallen kann. Der noch junge Domkantor hat hier sein Meisterwerk an musikalischer Ausdeutung abgeliefert. Makellos gestaltete er die Übergänge zwischen den Chören, den Rezitativen und den Arien, baute vom Eingangs-Chor an eine Spannung auf, die das Publikum bis zum letzten Ton nicht mehr loslassen sollte. Mit seinem präzisen Dirigat hatte er die Aufführung fest im Griff. Ihm ist es zu verdanken, dass nach den begeisterten Ovationen viele Konzertbesucher am Ende sagten, solch eine intensive musikalische Erfahrung hätten sie in Trier noch nie gemacht.

Sehen Sie hier Fotoimpressionen vom Konzert.
(Fotos: Günter Ludwig)


 

Trierer Jugendkantorei begeistert in Villingen

von Bernd Boie (Schwärzwälder Bote vom 21.12.2009)

Villingen-Schwenningen. Trotz 17 Grad unter Null war das Münster am Samstagabend vor dem vierten Advent sehr gut besucht.Die Jugendkantorei am Trierer Dom unter Domkantor Thomas Kiefer war erstmalig zu Gast. Mit dabei der frühere Villinger Münsterkantor Stephan Rommelspacher an der großen Münsterorgel.

Schon die ersten fünf Stücke verströmten eine warme Atmosphäre, die das ganze Konzert über anhalten sollte. Gut 25 Mädchen und zwei Buben sangen mit hervorragend ausgebildeten Stimmen, einziehend von hinten zum Altar, wunderschöne Stücke von Hillerud, Carter, Buchenberg, zum Teil in Begleitung durch die große Orgel oder Harfe.

Völlige Beherrschung der Noten, wie selbstverständliche völlige Akzeptanz der Aussage der Stücke, das sind bedeutungsvolle Kennzeichen der musikalischen und pädagogischen Arbeit des für die Nachwuchsarbeit am Trierer Dom tätigen Domkantors Thomas Kiefer. Umfänglichstes Werk war die glanzvolle Interpretation von Benjamin Brittens »A Ceremoy of Carols«, ein zwölfsätziges Werk in der Tradition der englischen Kathedralmusik. Dabei zeigte sich die Solo-Harfenistin Esther Köninger als ideale, aufmerksam angepasste Begleiterin, deren Spiel man auch bei ihrem Solo-Werk »Variations Pastorales sur un Noël« von M.S.Rousseau bewundern konnte.

Besonders zu bestaunen war aber die Bearbeitung des alten bekannten Weihnachtsliedes »Es ist ein Ros entsprungen« von Thomas Kiefer mit einer Collage – der Chor bildete eine Klangfläche (»Cluster«) aus persönlich unterschiedlich schnell gesungenen Liedzeilen und darüber vor den Altarstufen von zwei Mädchen gesungenem Lied, wohl der Höhepunkt des Programms. Dabei stand der Chor weit auseinander gezogen um die Zuhörer herum. Thomas Kiefer leitete aus der Mitte der Kirche mit sparsamen Gesten dieses komplizierte aber phantastisch gebaute Werk, das in die Richtung »Chorische Improvisation« gehört. Übrigens: Nur Musik aus dem 20. Jahrhundert enthielt das Programm, das von sehr ausgewogener Klangschönheit, hervorragender Textverständlichkeit, bestechender Intonation und sauberer Rhythmik – manchmal klang auch mild Jazzartiges, oder leicht Poppiges hinein – bot. »Maria durch ein Dornwald ging« und »Maria walks amid the thorn« für Orgel beziehungsweise Harfe und Chor waren Perlen in Komposition und Wiedergabe, wozu auch Rommelspachers »Meditation« über dieses Lied von Jan Janca angepasst gehörte. Chor und Harfe bei »A new Year Carol« (Britten) und »Mid-winter« (Chilcott) zeigten mit Swing-Harmonik auch choreographisch Interessantes. Drei deutsche Weihnachtslieder in heutigem Gewand und besonders anspruchsvollem Arrangement in noch einmal wunderbarem Glanz bildeten den Schluss, bevor Stephan Rommelspacher dessen bekannte Dandrieu-Variationen über ein französisches Weihnachtslied unglaublich farbig auf seiner alten »Hausorgel« überlegen und musikantisch gespielt, mit dem präzis und fröhlich musizierenden Chor Olssons »Advent« den begeisternden Schlusspunkt setzten. Der Beifall endete erst nach einer Zugabe des Chores mit dem a capella gesungenen »Still, still«. Ein im hochprofessionellen Segment musizierender Jugend-Chor hat seine deutlich gestaltete und zu bewundernde Visitenkarte abgegeben, ein Ergebnis vorbildlicher Chorerziehung und großartiger musikalischer Ausstrahlung. Bravo !


 

Joseph Haydn: Die Schöpfung

Sternstunde der Dommusik

Haydns Schöpfung in der Trierer Kathedrale

In Kooperation mit dem Mosel Musikfestival führte die dommusik das Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn auf. Es wurde eine ehrfürchtige Verneigung vor dem großen Meister, dessen erfülltes Leben vor 200 Jahren zu Ende ging.

Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth


 

Widersprüchlicher konnte es kaum sein. Während ein großes Nachrichtenmagazin die Meldung verbreitet, die Menschheit könne den Klimawandel und damit die Zerstörung der Umwelt nicht mehr aufhalten, erklang im Trierer Dom "Die Schöpfung" von Joseph Haydn und besang damit die Schönheit dessen, was der Mensch systematisch zerstört. Was gut 1100 Zuhörer im Dom erleben konnten, gibt Grund, nicht in Depression zu verfallen. Da ist zunächst das Werk selbst, mit dem Haydn sein eigenes Schaffen krönte. Das Oratorium, uraufgeführt 1799, ist nicht nur das bedeutendste Werk aus seiner Feder, es war auch Maßstab und Muster für dieses Genre im gesamten 19. Jahrhundert, bildet die Brücke von den Oratorien Händels hinüber in die Wiener Klassik und die Romantik. Aber die beste Komposition bleibt bedeutungslos, wenn ihr nicht von den Interpreten Leben eingehaucht wird.


 

Hier darf man mit den Komplimenten nicht sparen und an erster Stelle muss Domkantor Thomas Kiefer genannt werden, in dessen Verantwortung die Aufführung lag. Mit klaren Vorstellungen ging Kiefer dieses zweistündige Werk an, setzte immer wieder neue Akzente, schuf einen Spannungsbogen, der vom ersten bis zum letzten Ton Musiker und Publikum gleichermaßen bei der Sache hielt. Kiefer kümmerte sich auch um Nuancen und sorgte für eine sprühende Lebendigkeit.


 

Aber die Arbeit eines Dirigenten würde vergebene Mühe bedeuten, zögen seine Musiker nicht am selben Strang. Ein Vorwurf, den man an diesem Abend niemandem machen kann. Da war das Münchener Orchester "L'arpa festante", fast möchte man sagen, das Hausensemble in Dom und Basilika für die großen Konzerte. Es fühlte sich offensichtlich wohl unter Kiefers Dirigat und gab dem Oratorium auf bekannt souveräne Art mit seinem historischen Instrumentarium eine erfrischende Note.


 

Nicht minder souverän agierten die Vokalsolisten Siri Thornhill (Sopran), Hans Jörg Mammel (Tenor) und Timothy Sharp (Bass), wenngleich sich Thornhill und auch Sharp am Beginn des Abends erst in ihre Partien finden mussten. Auch sie hatten die Vorgaben Kiefers, das Gestalten der Feinheiten, für sich verinnerlicht.


 

Ein großes Kompliment muss man dem Domchor und der Jugendkantorei aussprechen, die sich mit größter Disziplin durch das Oratorium führen ließen. Sie prägten das Konzert mit einem frischen, agilen Chorklang, den trotz der großen Sängerzahl eines besonders auszeichnete: die Leichtigkeit. Faszinierend wie auch die Kleinsten der Jugendkantorei mit Ernst bei der Sache waren und dem Gesamtklang einen ganz besonderen Charme verliehen. Ohne Übertreibung darf man von einer Sternstunde für die Dommusik und das Mosel Musikfestival sprechen.


 

Weihnachtskonzert 2008 - Konzertkritik

Romantischer Gestus in vollen Zügen

Jugendkantorei am Trierer Dom im Weihnachtskonzert

Es ist schon sehr erstaunlich, wie sich die Jugendkantorei am Trierer Dom in den letzten Jahren entwickeln konnte, mit welcher Selbstverständlichkeit die jungen Sängerinnen und Sänger zu einem festen Bestandteil der Trierer Dommusik geworden sind. Ein beredtes Beispiel für die hohe Qualität, mit der hier musiziert wird, gab das Weihnachtskonzert der Kantorei in ihrer Heimstatt, der Trierer Mutterkirche.

Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth



 

Trier. Domkantor Thomas Kiefer hatte ein ausladendes Programm zusammen gestellt, bei dem die Qualitäten des gerade einmal sechs Jahre alten Ensembles in vielfältiger Weise sichtbar und vor allem hörbar werden sollten. Vielleicht zu ausladend, denn im letzten Drittel des über eineinhalbstündigen Konzertes wurde doch eine gewisse Unruhe im voll besetzten Dom bemerkbar. Dies war aber auch das einzige, was man an diesem weihnachtlichen Konzert bemängeln konnte. Gleichzeitig konnte man erstaunt beobachten, wie konzentriert die Kantorei auch am Ende des Abends noch bei der Sache war.


 

Obwohl sich die Jugendlichen schon ausführlich Benjamin Brittens "A Ceremony of Carols", einer interessanten Collage von Kiefer über den Choral "Es ist ein Ros' entsprungen" oder auch Joseph Rheinbergers "Wie lieblich sind deine Wohnungen" gewidmet hatten, waren sie am Ende bei den Weihnachtsliedern "Susanni" und "Still, still, still" und bei John Gardners "Tomorrow shall be my dancing Day" voll und ganz bei der Sache, konnten intonatorisch und dynamisch glänzen. Glockenklare Stimmen folgten dem klaren und unmissverständlichen Dirigat Kiefers. Faszinierend war dabei zu beobachten, dass die Jugendlichen nicht nur den Anweisungen Kiefers folgten, sondern offensichtlich ein ganz eigenes Gespür für das entwickelt hatten, was da im Notentext stand. Hier wurde selbstbewusst musiziert, der Chor lebte das, was in den Noten geschrieben stand.



 

Diese Kantorei hat den Bereich eines "Kinder- und Jugendchores" längst verlassen, ist zu einem ernst zu nehmenden Klangkörper in der Musikregion geworden. Die musikalische Tiefe, die nicht nur bei Brittens Opus 28, unterstützt von der souverän agierenden Harfenistin Regina Israel, an den Tag gelegt wurde, war stupend. Rheinbergers Hymne atmete den romantischen Gestus in vollen Zügen, Francis Poulencs "Ave Maria" war ein überzeugendes Gebet tiefer, aber nie überzogener Frömmigkeit. Ein besonderes Kompliment muss man Kiefer und dem Chor für die hohe Qualität der Unisonopassagen machen, die mit einer beeindruckenden Reinheit den Dom erfüllten. Der lange und weit mehr als nur herzliche Applaus von gut 1000 Zuhörern war ein berechtigter Dank an alle Ausführenden, insbesondere aber an diesen jungen Chor.




 

Begeisterndes Bruckner-Konzert im Dom

"Musik, die die Welt aus den Angeln heben kann"

Bruckners große Chorwerke im Trierer Dom

(Trierischer Volksfreund vom 06.10.2008)

Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth

Ganz dem Schaffen Anton Bruckners war das Finalkonzert des Mosel Musikfestivals gewidmet. Veranstaltet von der Hohen Domkirche, wurde es vom Domchor und dem Trierer Bachchor gestaltet.


Trier. Im neuen Testament kann man lesen, dass der Glaube Berge versetzen kann. Wie groß muss der Glaube Anton Bruckners gewesen sein, dessen bekennende Musik dazu angetan ist, die Welt aus den Angeln zu heben. Diesen Eindruck zumindest musste man haben, als seine Messe in f-Moll und sein Te Deum als Abschluss des Mosel Musikfestivals 2008 im Trierer Dom verklungen waren. Vor der beeindruckenden Kulisse des ausverkauften Doms ging damit eine alles in allem erfolgreiche Spielzeit des Festivals auf eine höchst würdige Weise zu Ende. Die Verantwortung für das Konzert lag bei Domkapellmeister Stephan Rommelspacher.



 

Es war schlichtweg beeindruckend, was Rommelspacher zusammen mit seinem Domchor und dem Trierer Bachchor (Einstudierung Martin Bambauer) in „ökumenischer Eintracht“, wie Dompropst Werner Rössel es in seiner kurzen Begrüßung nannte, zu bieten hatte. Sowohl die Messe als auch der Lobgesang nach den Worten des in Trier geborenen Kirchenvaters Ambrosius sind geprägt von tiefem Glauben, von unerschütterlicher Überzeugung, von tiefer Demut gleichermaßen wie von der Gewissheit der Erlösung. All dies wussten die beiden Chöre in Musik umzusetzen, machten so aus einem Konzert eine überzeugende Andacht, die neben der musikalischen auch von der gesangstechnischen Umsetzung her staunen ließ. Buchstäblich vom ersten Kyrie der Messe bis hin zum grandiosen „In te, Domine, speravi“ des Te Deum präsentierten sich die Chöre durch alle Stimmen hindurch hoch konzentriert und bestens vorbereitet. Bewundernswert auch, dass sich insbesondere der Sopran nach gut 90minütiger Dauerbeanspruchung im Finale noch steigern und in glasklare, jubelnde Höhen aufschwingen konnte.



 

Nicht wenig Anteil am Erfolg des Konzertes hatte ein Solistenquartett, das man in solcher Homogenität nur selten zu hören bekommt. Jutta Böhnert konnte mit einem glänzend brillierenden Sopran aufwarten, Ruth Sandhoffs Alt verlieh dem Ensemble eine wohltuende, fast schon schmeichelhafte Wärme, die raumgreifend den Dom erfüllte. Bei dem Bassisten Timothy Sharp hätte man sich bei allen Qualitäten, die er bot, etwas mehr Klarheit und Volumen in den tiefen Regionen gewünscht. Zweifelsfrei eine Entdeckung war der junge Tenor Tilman Lichdi. Glasklar, mühelos, geschmeidig und strahlend lebte er die Aufführung mit, hatte großen Anteil daran, dass das Quartett „Te ergo quaesumus“ ein ergreifender Höhepunkt des Konzertes wurde.



 

Leider agierte das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz nicht auf einer den Sängern vergleichbaren Qualitätsstufe. Dass die Musiker wegen eines Staus zu spät kamen, war verzeihlich und erstaunlich gleichermaßen. Ungeachtet dessen hatte man jedoch den Eindruck, dass der Funke der Begeisterung für Bruckners Musik nicht auf den Klangkörper überspringen wollte. Trotz aller Hinwendung durch das Dirigat Rommelspachers konnten die Akteure nicht mit derselben Empathie aufwarten, mit der Chor und Solisten zu überzeugen wussten. Dass das instrumentale Fundament der Aufführung bei den Zuhörern stellenweise dennoch Gänsehaut verursachen konnte, war Domorganist Josef Still zu verdanken, der mit Hilfe moderner Videotechnik die große Domorgel eindrucksvoll in das Gesamtgeschehen einzubringen wusste. Anders war es bei der Pause, die er Chor und Orchester zwischen Messe und Te Deum mit dem Adagio Ges-Dur aus Bruckners Streichquintett F-Dur gönnte. Trotz makelloser Umsetzung durch den Domorganisten konnte die Orgelübertragung von Erwin Horn die musikalische Aussage des Originals nicht wirklich erreichen.

Der ohnehin kräftige Schlussapplaus brandete nochmals heftiger auf, als Stephan Rommelspacher sich bei Dom- und Bachchor bedankte. Berechtigter Weise, hatten sie doch den größten Anteil an diesem erfolgreichen Finale des Festivals.


 

Adolf Fredriks Girls Choir Stockholm

Höchste Gesangskultur
Schwedischer Mädchenchor begeistert Trierer Publikum

Zur Einweihung des Neubaus der Bischöflichen Grundschule St Paulin und der Domsingschule gab der Adolf Fredriks Mädchenchor aus Stockholm unter der Leitung von Bo Johansson ein Festkonzert im Dom. Die Zuhörer erlebten Chorgesang in Weltklasseformat.
Die Stockholmer Adolf-Fredriks-Schule mit ihrem chormusikalischen Förderschwerpunkt verfügt über sage und schreibe 18 Kinder- und Jugendchöre. Unter diesen nimmt der 1973 gegründete Mädchenchor mit seinen derzeit 40 jungen Sängerinnen eine Ausnahmestellung ein. Was Bo Johansson über die Jahre und Jahrzehnte mit diesem Ensemble erarbeitet und erreicht hat, ist selbst im chorisch gut versorgten Trier ohne Parallele.
Eingeleitet wurde das Festkonzert mit einer Orgelimprovisation über eine Choralmelodie aus Schweden. Das Stück gab Domorganist Josef Still die Gelegenheit, alle Register seines Könnens und des herrlichen Instrumentes zu ziehen: von gewaltigen, brausenden bis zu zarten, lyrischen Klängen.
Zur einstimmig gesungenen Choralmelodie trat dann der Mädchenchor ein und stellte sich im Altarraum auf. Schon dabei, und erst recht im ersten mehrstimmigen Stück "Make a Joyful Noise" von Claus Vestergaard Jensen, demonstrierten die Gäste alle Merkmale ihrer überragenden Qualität: wunderbar klarer, transparenter und ausgewogener Klang, lupenreine Intonation, meisterhafte Atem- und Phrasierungskunst. Beeindruckend die strahlenden, nie forciert klingenden Soprane.
Die weiteren Chorbeiträge stammten uberwiegend ebenfalls aus der Feder schwedischer Komponisten. Es fällt schwer, aus einem Programm voller gesanglicher Höhepunkte einen herauszugreifen.
Die Qualität von Musikern zeigt sich aber nicht zuletzt an vermeintlich einfachen Stücken, und ein solcher Kandidat war das wunderbare "Kyrie" von Hugo Hammarström. Der Mädchenchor sang übrigens die meisten Werke auswendig. Bei einigen Stücken wurde das Ensemble geteilt, rund zehn Sängerinnen stellten sich Kirchenschiff auf und sangen von dort aus ganz ohne oder mit nur minimaler Zeichengebung des Dirigenten.
Mit zwei weiteren Orgelwerken bewies Josef Still, dass sich scheinbar weit voneinander Entferntes, wie skandinavische und französische Musik, durchaus miteinander verträgt. Geradezu berauschend wirkte das virtuos drängende "Scherzo symphonique" von Pierre Cochereau.
Spontanen Applaus für den Mädchenchor gab es nach dem Spiritual "Babylon's falling", zu dem die Sängerinnen rhythmisch mit den Fingern schnipsten.
Und der Applaus am Ende zeugte noch einmal von der grossen Begeisterung des Publikums, obwohl die beiden abschliessenden Stücke der 1957 geborenen Karin Rehnqvist zu den schwierigeren des Abends gehörten.

Trierischer Volksfreund 29.01.2007


 

Jubelnde Freude

Konzert des Domchores ein großer Erfolg

Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth

Vollbesetzt war die Trierer Mutterkirche zum konzertanten Schlusspunkt, den der Trierer Domchor unter das Mozartjahr setzte. Die Akteure widmeten das Konzert dem Andenken des verstorbenen Domkapitulars Nikolaus Föhr.

Der Domchor widmete sein großes Domkonzert zum Mozartjahr dem Andenken des emeritierten Domkapitulars Nikolaus Föhr, der in der letzten Woche gestorben ist. Auf dem Programm fanden sich die Vesperae solennes de Confessore KV 339, die berühmte Krönungsmesse KV 317, die Epistelsonate in C-Dur KV 329, das Choralvorspiel „Ach Gott vom Himmels, sieh darein“, das Gerhard Weinberger nach einer Vorlage aus der Zauberflöte bearbeitet hat, und das Offertorium „Inter natos mulierum“ KV 72. Domkapellmeister Stephan Rommelspacher bezeichnete Föhr als einen Freund der Dommusik, der ihr jetzt schon fehle. Föhr hatte in diesem Jahr noch ein neues Buch zu den Psalmen veröffentlicht. Alleine schon aus diesem Grund war das Konzert gerade mit der großen Vesper, deren Textgrundlage fast ausschließlich auf dem Psalter beruht, zur Ehrung des Verstorbenen bestens geeignet.

Was Rommelspacher mit dem Domchor und dem Mainzer Kammerorchester dem Publikum in der vollbesetzten Trierer Mutterkirche zu bieten hatte, konnte jeder Mozartbegeisterung einen neuen, kräftigen Schwung verleihen. Spannend, belebend und von musikalisch-theologischer Tiefe, so stellte sich Rommelspacher die aufzuführenden Werke vor, und so wurden sie von einem sauber agierenden Chor umgesetzt. Dem standen die Mainzer Instrumentalisten in keiner Weise nach. Sie klebten förmlich an Rommelspachers expressivem Dirigat und setzten alle seine Wünsche unverzüglich in die Tat um. Da wurde das Credo zu einer in der tiefsten Seele verankerten Glaubensbekundung, das Magnificat in der Vesper gestaltete sich tatsächlich zu einem Jubel über die Größe des Herrn.

Sichere Hand bei Auswahl der Solisten

Mitgetragen wurde der großartige Erfolg des Konzertes durch die Solisten, bei deren Auswahl Rommelspacher eine sichere Hand bewiesen hatte. Als Stütze für Orchester und Chor am Continuoinstrument sowie als Solist bei der Kirchensonate und dem Chorvorspiel agierte Domorganist Josef Still in gewohnt zuverlässiger Manier. Das Quartett der Gesangsolisten war mit der Sopranisten Eva Leonardy, der Altistin Judith Braun, dem Luxemburger Tenor Marc Dostert und dem Bassisten Vinzenz Haab mit in Trier bekannten Sängern besetzt. Sie bildeten ein homogenes Ensemble, bei dem jeder Einzelne den technischen wie musikalischen Anforderungen mit Leichtigkeit entsprechen konnte.

TRIERISCHER VOLKFREUND 28.11.2006

Prachtvolles Konzert in St. Sebastian

Mozart vom Feinsten mit dem Trierer Domchor, dem Mainzer Kammerorchester und der Krönungsmesse

Der Förderkreis für Kirchenmusik St. Sebastian Püttlingen hatte den Trierer Domchor zum Mozart-Konzert geladen, der für ein wundervolles Hör-Erlebnis sorgte.

Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas

Püttlingen. Klangintensiver kann es, zumindest in diesem Jahr, kaum werden: Der Förderkreis für Kirchenmusik St. Sebastian Püttlingen beendete sein Programm zum Mozartjahr prachtvoll.

Am Samstagabend sang in der Pfarrkirche St. Sebastian der Trierer Domchor die Krönungsmesse und weitere geistliche Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.

So war’s: Das Publikum, rund 250 Menschen sind da, erlebt harmonisch ausgewogenen Chorgesang der Extraklasse. Domkapellmeister Stephan Rommelspacher bürstet das ohnehin schwungvolle Mozartjahr kräftig auf und setzt auf starke Kontraste mit fetzigen Tempi. Gut gelaunt machen die intonationssicher wirkenden Sänger mit, während im Orchestergrund das Mainzer Kammerorchester mit solidem, kräftig pochendem Herzschlag Sorge trägt, dass der geradezu berauschenden Vorführung mit stetigem Vorandrängen die Luft niemals ausgeht.

Zum „Moment für die Ewigkeit“ wird in dieser strahlenden C-Dur-Messe das beseelte Agnus Dei, insbesondere durch die Leistung der Sopranistin Eva Leonardy, die mit ihrem Vortrag die mozartsche Vorahnung der Gräfin in der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ eindrucksvoll unterstreicht. Auch die weiteren Solisten des Abends sind bestens aufgestellt: Marc Dostert wartet mit einem klar gefassten Tenor auf. Judith Braun (Alt) bestreitet ihre Partie souverän, und Vinzenz Haab schließlich erweist sich als leistungsfähiger, kultivierter Bariton, der mit einer angenehmen Tiefe ausgestattet ist.

Während am Pult Rommelspacher die prickelnde Beseeltheit der Messe beinahe austanzt, spielt der Trierer Domorganist Josef Still die eher zurückhaltende, aber an diesem Abend unverzichtbare Rolle der Hintergrund-Lautmalerei. Im weiteren Verlauf dieses beeindruckenden Kirchenkonzerts präsentieren die Ausführenden die „Vesperae solennes de Confessore“ für Soli, Chor und Orchester, das Offertorium „Inter natos mulierum“ für vier Singstimmen, Streicher und Orgel sowie die Epistelsonate C-Dur KV 329, alles aus der Feder von Mozart, anspruchsvoll gestaltet und auf den Punkt gebracht. Prasselnder Applaus und die Erkenntnis: „Schön, dass wir das in Püttlingen erleben durften“.

SAARBRÜCKER ZEITUNG 28.11.2006

Glühendes Amen trotz Verzweiflung

Überzeugende Aufführung: „Stabat mater“ im Trierer Dom
Domchor ein homogener Klangkörpe
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Von unserem Mitarbeiter
GERHARD W. KLUTH
Trier. Vor vollbesetztem Dom gestaltete der Trierer Domchor unter der Leitung von Stephan Rommelspacher das „Stabat mater“ von Antonín Dvořák. Durch dessen Interpretation geriet die überzeugende Aufführung zu einem Konzert, das in weiten Teilen die Züge einer Andacht hatte.

Leben und Sterben, Verzweiflung und Hoffnung – wie nah liegen diese Gegensätze doch beieinander. Während auf dem Domfreihof der Weihnachtsmarkt auf seine Eröffnung wartet, strömen die Menschen in den Trierer Dom, einem Stabat mater zu lauschen, jenem alten Reimgebet, das die Schmerzen Mariens angesichts ihres gekreuzigten Sohnes betrachtet. Man kennt viele Vertonungen dieses Textes, jedoch kaum eine kann die Tiefe des Opus 58 von Antonín Dvořák aufbieten. Der damals gerade einmal 35jährige Komponist hat in diesem Werk seine ganzen Gefühle über den Verlust seiner Kinder verarbeitet. Er bleibt aber nicht in seiner Verzweiflung stecken, sondern zieht aus seinem tiefen Glauben Trost, kann am Ende aus Überzeugung seinem Gott mit einem glühenden „Amen“ sagen: dein Wille geschehe.

Emotionen Gestalt verliehen

Kann man diesen Schmerz, aber auch diese Zuversicht in ganzem Umfang nachvollziehen, wenn man dieses Schicksal nicht teilen musste? Dies mag bezweifelt werden, und doch wagte es Domkapellmeister Stephan Rommelspacher, dieses großartige Werk am letzten Sonntag des Kirchenjahres auf das Konzertprogramm des für diese Veranstaltung durch Mitglieder des Trierer Bachchores und der Cantores Trevirensis verstärkten Domchores zu setzen.

Zusammen mit der Rheinischen Philharmonie Koblenz verlieh Rommelspacher den Emotionen Dvořáks Gestalt, unterstützt vom Solistenquartett Katja Pieweck (Sopran), Ruth Sandhoff (Alt), Xavier Moreno (Tenor) und Hiroshi Matsui (Bass).

Schon mit den ersten Tönen des Einleitungssatzes machte Rommelspacher deutlich, dass hier etwas Besonderes geschehen wird. Ein großer Orchesterapparat und ein großer Chor prägten das Bild, ließen Klanggewalt erwarten, jedoch war es ein fein durchdachtes Piano, mit dem diese musikalische Andacht ihren Lauf nahm. Der Domkapellmeister nutzte alle Möglichkeiten zur musikalischen Ausgestaltung des Werkes, die ihm sein ausgezeichnet präparierter Chor bot. Teilweise minimales Dirigat wurde augenblicklich umgesetzt, der Domchor präsentierte sich als ein überaus homogener Klangkörper, der sich willig durch das Werk führen ließ und die Aussagen verinnerlicht hatte. Besonders erwähnenswert ist auch die Kondition, die der Domchor an den Tag legte. Bis hin zur große Amen-Fuge zeichnete kultivierter Chorklang die Aufführung aus, die kaum ein mal unter Intonationsproblemen zu leiden hatte, in der die Einsätze konzentriert erfolgten und die der schwierigen Akustik des Domes mit einer sauber artikulierten Aussprache begegnete.

Auch mit dem Orchester hatte Rommelspacher eine gute Wahl getroffen. Die Koblenzer Musiker setzten seine Wünsche fast durchgängig in die Tat um, zeichneten sich als ein Ensemble aus, das den facettenreichen Anforderungen der Romantik auf ganzer Linie gewachsen ist. Die Krönung des ganzen bildete das den Intentionen der Aufführung tadellos folgende Solistenquartett, für das Rommelspacher kaum eine bessere Besetzung hätte finden können. Katja Piewecks strahlender Sopran, Ruth Sandhoffs warmer und runder Alt gaben dem Konzert mit ihren Partien eine besondere Note, gestützt durch den fundamentreichen Bass Hiroshi Matsuis. Lediglich Xavier Morenos Tenor war gelegentlich ein wenig zu eng, konnte mit seinen raumgreifenden Partnern nicht immer mithalten.

Eine ergreifende Aufführung, nach der man den Dom auch in besinnlicher Stille hätte verlassen können. Den lang anhaltende, stehende Applaus jedoch hatten sich die Ausführenden redlich verdient.


Bildergalerie mit Konzertimpressionen: klicken sie hier.


 

Chormusik ist Teamarbeit

TV Dienstag, 6. September 2005

Chormusik ist Teamarbeit

Viel von den Schweden gelernt: Thomas Kiefer, der neue Kantor am Trierer Dom

Von unserem Mitarbeiter
Martin Möller

TRIER. Wie sollte gute Chorarbeit mit Kindern und Jugendlichen aussehen? Thomas Kiefer, seit dem 1. September neuer Kantor am Trierer Dom, hat eine Vorstellung. Und die ist nicht nur rein musikalischer Natur.


 

Thomas Kiefer

Ganz klar, ein Neustart. Im Arbeitszimmer des neuen Domkantors Thomas Kiefer stehen noch Pappkartons herum. An den Wänden hängen die Plakate vom Vorgänger Harald Schmitt. Und genau einen Tag vor Dienstantritt am 1. September erscheint der designierte Domkantor noch im legeren Freizeitdress.
Die Kinder- und Jugendarbeit am Trierer Dom und die Nachwuchs-Schulung für den Domchor sind seine Arbeitsgebiete. Kiefer, Jahrgang, 1977, kennt das Organisten- und Chorleiter-Milieu von Grund auf. In seinem Heimatort Perl war er sechs Jahre lang Organist und Chorleiter. An der Musikhochschule Saarbrücken hat er studiert, unter anderem bei Star-Organist Wolfgang Rübsam, und sein Studium im Fach Chorleitung sogar mit Auszeichnung abgeschlossen. Neben der kirchenmusikalischen Arbeit dirigierte er mehrere Chöre, darunter den Madrigalchor Dillingen und das Vokalensemble "La cappella Saar".

Ein erster Preis gegen 70 Mitbewerber

Erfolge blieben nicht aus. Vergangenes Jahr errang er im Internationalen Wettbewerb für Chordirigenten in Wien gegen 70 Mitbewerber den ersten Preis. 2003 wurde er in den renommierten Aufbaustudiengang Chordirigieren an der Königlichen Musikhochschule Stockholm aufgenommen, den er im Juni 2005 mit dem Diplom abschloss. Und jetzt der Start am Trierer Dom.
Wer in einem öffentlichen Amt neu beginnt, hat zwei gleich schlechte Möglichkeiten. Entweder er breitet großartige Pläne aus, die er dann vielleicht nicht umsetzen kann, oder er hüllt sich in beredtes Schweigen. Thomas Kiefer vermeidet die missliche Alternative zwischen Großsprecherei und taktischer Schweigsamkeit mit einem geschickten Balanceakt. Selbstverständlich, Harald Schmitt habe hervorragende Arbeit geleistet. An die könne er anknüpfen. Natürlich sei es ehrenvoll, Musiker am Trierer Dom zu werden. Pläne offenbart der neue Kantor zunächst nur vorsichtig. Zum Beispiel, die Jugendkantorei mit einem enormen Altersspektrum von acht bis 15 Jahren in kleinere Altersgruppen zu teilen, um die Probenarbeit präziser anpassen zu können. Im übrigen brauche er Zeit und überhaupt: ein Gefühl für die Ensembles, mit denen er als musikalischer Leiter arbeite.
Aber dann kommt das Gespräch eher zufällig auf die künstlerischen Erfahrungen in Schweden. Und mit einemmal ist zu spüren, wie intensiv das Land und seine Musikkultur Thomas Kiefer geprägt haben. "Die Schweden haben einen unglaublich direkten Zugang zu Musik", sagt er - ohne Barrieren, ohne Ressentiments.
Er hat in dem skandinavischen Land angesehene Chöre dirigiert, Ensembles wie den "Mikaeli chamber choir" oder den "Uppsala academic chamber choir". Und er hat dabei etwas kennen gelernt, was gar nicht speziell musikalisch ist und doch fürs Musizieren ungemein hilfreich.
In Schwedens Chören sei die Einstellung "wir arbeiten gemeinsam" tief verwurzelt. Teamgeist, Verantwortung für das Ganze, weniger Selbstdarstellung und eine positive Einstellung zu den Mitmenschen - das mache die schwedischen Chöre nicht nur liebenswert, sondern auch außerordentlich effizient. Blockade-Mentalität und Arroganz gegenüber Dirigenten hat Kiefer in Schweden nie erlebt. Dort unterstützen sich Chorleiter und Sänger gegenseitig, wachsen aneinander, verbinden sich zu einer echten künstlerischen Einheit, sagt er. Das ist vielleicht das Geheimnis der legendären schwedischen Chorkultur.
Und so hat Thomas Kiefer, indem er von seiner Zeit in Schweden erzählt, ganz ohne Absicht auch etwas von seinen Plänen und Visionen verraten. Chorarbeit mit Teamgeist - eine klare, eine einleuchtende Vision zum Start.

* Erster Auftritt von Thomas Kiefer mit der Jugendkantorei am Sonntag, 25. September um 10 Uhr im Hochamt. Mit Chormusik von Gabriel Fauré.

Ein großer Tag für die Musik

Rezension TRIERISCHER VOLKSFREUND vom 06.07.2004


Überwältigend: „Kathedralklänge“ mit fünf rheinland-pfälzischen Domchören im Trierer Dom

Von unserem Redakteur MARTIN MÖLLER

Am Ende jubelten alle im voll besetzten Dom. „Kathedralklänge“ - der Trierische Volksfreund präsentierte ein großartiges Konzert, eine einzigartige Verbindung aus Massenwirkung und musikalischer Differenzierung.

Überwältigend! Momente, in denen die berühmte Gänsehaut über den Rücken läuft. Fünf Domchöre aus Rheinland-Pfalz, ein Dutzend hervorragender Blechbläser und die Bassgruppe musizieren Giovanni Garbrielis vierchörigen Lobgesang aus Psalm 46: „Ihr Völker alle, klatscht in die Hände, jauchzet Gott zu mit großem Jubel.“ Da klingt etwas Umfassendes mit. Was könnte eindringlicher den Weltanspruch von Gottes Wort wiedergeben?
In den Stücken zuvor hatten sich die 280 Sängerinnen und Sänger in wechselnde Gruppen geteilt, hatten mal miteinander, mal alternierend musiziert, und die Knaben des Mainzer Domchores setzten dem Apparat helle, schmale Glanzlichter auf. Am Schluss zeigten sie, dass sie auch vereint mehr können, als nur Lautstärke zu produzieren. Ein großer, ein starker, ein mächtiger Chorklang. Aber auch klar, hell, bemerkenswert intonationssicher, textdeutlich und flexibel. Wie eine große Orgel, die auch im vollen Werk ihren Charakter behält. Fünf in Gesangskultur, Intonationssicherheit und rhythmischer Präzision hervorragend geschulte Chöre tun sich zusammen, und das Ergebnis glänzt in jedem Takt mit Klarheit und Konturen.
Einige Fragezeichen lassen sich gewiss setzen. Vielleicht hinter die allzu markierten Palestrina-Interpretationen, obwohl sich das Resultat auf den letzten Reihen der voll besetzten Trierer Domkirche gewiss anders anhört als vorne. Vielleicht fehlte Michael Praetorius’ Choralmotette über das Luther-Lied „Gott, der Vater wohn’ uns bei“ die, sagen wir, protestantische Deutlichkeit und die „Statuit“ - Vertonung von Arvo Pärt blieb in diesem Zusammenhang eher blass und enttäuschend. Nur: Was zählt das schon angesichts der Fülle und Differenzierungen! Wie viele unterschiedliche Elemente kommen zusammen! Der konzertante Zug im Magnificat von Ludovico Grossi da Viadana. Die sich gegenseitig steigernden Jubelchöre im „Cantate Domino“ des Jacobus Gallus. Die verinnerlichte Frömmigkeit von Josef Gabriel Rheinbergers „Vater unser“, eines der wenigen doppelchörigen Werke des 19. Jahrhunderts.
Immer wieder gelingt Matthias Breitschaft, Leo Krämer, Stephan Rommelspacher und Dan Zerfaß die Balance zwischen Deutlichkeit und Fülle, zwischen Prägnanz und Klangglanz - würdig, nicht behäbig, beschwingt ohne Hektik und mit dem sicheren Wissen um Klangwirkungen und Textbezüge. Dazwischen die exzellenten Bläser mit einer Tanzfolge von Michael Praetorius, einer Suite von Monteverdis Oper „L’Orfeo“, deren Sätze freilich meist in der Unterwelt spielen, und wie als Vorklang zum großen Abschluss, die herrlichen mehrchörigen Canzonen von Giovanni Gabrieli.
Der Schlussblock, welch ein Erlebnis! Zwei vierchörige Motetten von Gabrieli, die eine 16-stimmig, die zweite 19-stimmig. Die Domchöre aus Trier, Worms, Speyer und Mainz, die Mainzer Domkantorei St. Martin, dazu die Dombläser aus Mainz, Worms und Speyer - sie beschwören gemeinsam die universale Kraft dieser religiösen Musik.
Der ehrwürdige Trierer Dom tönt, Harmonie überall. Und am Ende in der katholischen Bischofskirche der protestantische Gabrieli-Schüler Heinrich Schütz. Psalm 136 mit drei Chören, Trompeten, Soli und Generalbass. Stephan Rommelspacher hebt die Arme zu energischer Gestik, und sie musizieren diesen Jubelpsalm anders als noch Gabrieli: geschärft, offensiv, fast aggressiv. Diese Komposition, die den Vers „Denn seine Güte währet ewiglich“ einhämmert wie einen Propagandasatz, eröffnet eine neue Welt. Er ist ein Stück barockes Theater. Musik, die überreden, überzeugen, mitreißen will. Das hat sie getan. Jubel, stehende Ovationen und noch einmal die Schlusstakte. Bischof Marx eilte durch die Reihen, um zu gratulieren. Ein großer Tag für die Musik.


 

Weihnachtsoratorium

Wenn Himmel und Erde sich berühren
Trier erlebt die Gesamtaufführung des Weihnachtsoratoriums
 
Trierischer Volksfreund
Gerhard W. Kluth
 
Trier. Es gibt Gelegenheiten, da meint man, es berühren sich Himmel und Erde. Dann ist man von etwas gefangen, das man nicht beschreiben kann. Man weiß nur, dass es etwas ganz besonderes war, was man erlebt hat.
Im Trierer Dom und in der Konstantinbasilika gab es für eine große Anzahl Konzertbesucher solch eine Gelegenheit. In einer ökumenischen Kraftanstrengung hatten sich die Chöre der beiden Hauptkirchen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach angenommen.
Zunächst erklangen die ersten drei Teile in der Kathedrale, am darauf folgenden Tag die Teile vier bis sechs in der Konstantin-Basilika. Das hier etwas besonderes geschah, zeigte schon die große Zahl der Besucher, die sich in die Gotteshäuser drängten. Beide waren bis auf den letzten Platz gefüllt, als im Dom das „Jauchzet, frohlocket“ und in der Erlöserkirche der Choral „Fallt mit Danken“ erklangen.
Während mit dem aus München kommenden Barockorchester „L’arpa festante“ und Siri C. Thornhill (Sopran), Ruth Sandhoff (Alt), dem Tenor Hans Jörg Mammel und dem Bassisten Klaus Mertens auch die Solisten an beiden Tagen gleich blieben, fiel der chorische Part und die Leitung der einzelnen Teile den jeweiligen Kirchenmusiker Domkapellmeister Stephan Rommelspacher und Kantor Martin Bambauer zu.
„Das Wort ‚ehrlich’ spielt bei der Interpretation von Bachscher Musik eine wesentliche und zentrale Rolle“, hatte Mertens im TV-Gespräch vor der Aufführung des Weihnachtsoratoriums in Trier gesagt. Schlanke, ungeschminkte Ehrlichkeit muss man beiden Aufführungen dann auch in vollem Umfang bescheinigen. Wer auf der Suche war nach monumentalen, pompösen Klangkaskaden, war in Trier fehl am Platze. Hier wurde musikalisch ein Weihnachtsfest gefeiert, bei dem Lametta und Rauschgoldengel nichts zu suchen hatten.
Für manch einen Besucher mag das ein hartes Brot gewesen sein, wenn man sich die ach so geliebten Interpretationen, in denen die Orchester und auch die Chöre nicht groß genug sein konnten und vor lauter Pathetik die Musik kaum noch zum Atmen kam, in Erinnerung ruft. Hier waren sich Rommelspacher und Bambauer offensichtlich einig und ließen dem Bachschen Gestus so viel freien Lauf, dass der innere Glanz der sechs Kantaten nicht nur leuchten sondern erstrahlen konnte.
Die Weichen für diese Art des Musizierens waren schon weit im Vorfeld durch die Wahl des Orchesters und der Solisten gestellt worden. Der Münchener Klangkörper rückte in minimaler Besetzung mit historischem Instrumentarium in der Moselmetropole an. Da musste sich manches lautstärkeverwöhntes Ohr erst neu einjustieren, bevor es den richtigen Level gefunden hatte.
Auch bei den Gesangssolisten war keine andere als die gehörte Art des Musizierens zu erwarten. Neben Mertens, als dem vielleicht bekanntesten Bachinterpreten haben sich auch Thornhill, Sandhoff und Mammel im Laufe ihrer Karriere eine große Reputation als Barocksänger erworben. Oberstes Gebot war, die gestalterischen Freiheiten, die der Notentext ließ, in vollem Rahmen ausschöpfen ohne die vom Komponisten gesteckten Grenzen zu überschreiten.
Das größte Kompliment für diese Aufführung muss man aber Bambauer und Rommelspacher gleichermaßen für ihre Chöre aussprechen. Trotz der nicht unbeachtlichen Anzahl der Sänger schafften sie es, das Klangliche Ergebnis sehr schlank zu halten. An keiner Stelle wurde dick aufgetragen, beide Chöre passten problemlos in das von Orchester und Solisten vorgegebene Konzept.
Es würde der oben erwähnten Vorgabe von Mertens zuwiderlaufen, wenn hier nur von Lobenswertem die rede wäre. natürlich gab es, das lässt sich bei so einem großen Werk gar nicht vermeiden, auch Punkte der Kritik. Ursache hierfür war in erster Linie die überaus schwierige Akustik an beiden Aufführungsorten. So schaffte es Thornhill nicht, die Räume zu füllen. Bei allen Qualitäten, die sie vorzuweisen hat, war ihre Stimme zu klein und konnte kaum über die achte Zuhörerreihe hinweg tragen.
Natürlich wackelte auch bei den Chören hier und da einmal ein Einsatz, waren Bambauer und Rommelspacher manchmal gefordert, die Stimmen wieder zusammen zu führen. Gleiches galt auch für das Orchester, bei dem auch die natürlichen Grenzen des historischen Instrumentariums hörbar wurden. Naturtrompeten klingen nun einmal anders als moderne Ventilinstrumente.
Für jeden aber, der nicht mit CD-verwöhnten Vorstellungen in diese Aufführungen kam, waren die beiden Konzerte ein Erlebnis, wie es nur selten zu haben ist.

Interview

Trierischen Volksfreund 7. November 2001

INTERVIEW

mit Stephan Rommelspacher, Domkapellmeister am Hohen Dom zu Trier

"Ich bin ein Chormensch"
Sie waren Gymnasiast bei den Regensburger
Domspatzen. Hat Sie das beeinflusst?
Rommelspacher : Ich bin bei den
Regensburger Domspatzen neun lange Jahre
geprägt worden und wurde früh mit
Kirchenmusik infiziert. Dann studierte ich in
Freiburg Kirchen-und Schulmusik und machte
zwei Jahre ein Aufbaustudium für Orgel in
Wien.
Wie kamen Sie zum Chorgesang?
Rommelspacher : Nach einem kurzen
Gastspiel im Referendariat habe ich ganz
schnell gemerkt, dass das nicht mein Ding ist,
ich muss mit Freiwilligen zu tun haben. Ich kam
dann nach Villingen im Schwarzwald. Als
Regionalkantor am Villinger Münster betreute
ich zwölf Jahre lang sechs verschiedene
Chorgruppierungen und eine Klasse für die
C-Ausbildung Kirchenmusik. Mein
ursprünglicher Schwerpunkt lag auf Orgel. Das
Profil dieser Stelle hat einen Chormenschen
aus mir gemacht.
Haben Sie sich in Trier eingelebt?
Rommelspacher : In Trier schließt sich für
mich ein Kreis: Ich bin an einem Dom groß
geworden und bin jetzt wieder an einem Dom.
Alte Städte faszinieren mich. Mich reizt auch,
dass es eine gewachsene Tradition an
diesem Dom gibt. In Villingen war ich so was
wie ein Platzhirsch. Das ist in Trier nicht so,
hier ist eine dichte Szene, aber das ist eine
Herausforderung. Ich habe fast zu allen
Kollegen einen freundschaftlichen Kontakt und
die ein oder andere Kooperation wird es
sicher geben.
Bleibt es bei der gängigen Literatur, kommt
nach Mozart das Weihnachtsoratorium?
Rommelspacher : Ja, vielleicht
Weihnachtsoratorium, ich weiß es nicht, aber
ich bin kein Mensch, der etwas zweimal
machen möchte. Das Mozart Requiem wird es
wohl mit mir im Dom nicht mehr geben.
Sie werden historische Instrumente
einsetzen. Bei Bach und Zeitgenossen ist
das gängig, aber bei Mozart?
Rommelspacher : Ich möchte Alte Musik, und
da gehört Mozart dazu, authentisch aufführen.
Ich bin durch meine Zeit in Wien geprägt.
Wann immer ich konnte, habe ich Mäuschen
im Konzerthaus gespielt und die Proben von
Harnoncourt gehört. Es wird spannend, ob wir
im Dom mit seiner problematischen Akustik
diese Klanglichkeit anbieten können. In dem
Riesenraum habe ich die Hoffnung, dass
gerade die Obertönigkeit der historischen
Instrumente besser durchkommt, als die der
mordernen.
Wie reagiert der Domchor darauf?
Rommelspacher : Für uns alle ist es ein
Experiment und der Domchor ist genauso
neugierig. Die Sänger mussten sich natürlich
umstellen. Der Chor kann nicht ,business as
usual‘ machen, alles muss viel transparenter
sein. Die Töne müssen gelüftet werden, damit
wir einen filigranen Klang bekommen.
Wie sind Ihre weiteren Pläne?
Rommelspacher : Ich plane eine große
Neustrukturierung der Chorarbeit am Dom.
Jetzt haben wir einen sehr versierten Chor,
aber wir wollen noch andere Gruppierungen
gründen. Der Domchor soll einen Juniorpartner
bekommen, eine Jugendkantorei. Darüber
hinaus soll es noch eine Choralscola geben,
Dombläser und kleinere Ensembles, damit der
Dienst am Dom geteilt werden kann. Dafür hat
das Domkapitel eine neue Stelle gestiftet, wir
werden ab Februar einen Domkantor haben:
Harald Schmidt ist zur Zeit noch
Regionalkantor in Bad Ems. Ich freue mich auf
die Zusammenarbeit.
Die Fragen stellte unsere Mitarbeiterin Eva Leonardy


 

Stephan Rommelspacher



Junge Stimmen für die sakrale Musik

Trierischer Volksfreund 17.09.02

TRIER. (gkl) Mit einem festlichen Hochamt feierte die Dommusik im Trierer Dom die Gründung ihrer Kinder- und Jugendkantorei. Die Patenschaft für den jüngsten Spross der Trierer "musica sacra" hat der Mädchenchor des Kölner Domes übernommen.
Die Organisation der Diözese Trier sei wie ein großer Baum mit vielen Ästen und Verzweigungen, sagte Dompropst Josef Leininger am Sonntag. Auf manche werde er den Eindruck erwecken, er sei starr und unveränderlich. Aber immer wieder gebe es neue Triebe, die mit ihrem zarten jungen Grün das Bild veränderten.
Einen solchen Trieb hat nun der kräftige Ast der Dommusik hervor gebracht. Wer das Hochamt am Sonntag besuchte, konnte die Gründung der Kinder- und Jugendkantorei am Trierer Dom während einer festlichen Messe mit erleben. Schon seit einiger Zeit haben sich unter der Leitung des neuen Domkantors Harald Schmitt etliche Kinder und Jugendliche auf diesen Tag vorbereitet. Es war das erste Mal, dass sie offiziell einen Gottesdienst mit gestalteten konnten.
Mit der neuen Kantorei verfolgt die Leitung der Abteilung Dommusik verschiedene Ziele: Zum einen soll die Kantorei ein Juniorpartner des Domchores sein und ihn bei seinen Aufgaben in der Bischofskirche unterstützen. Über das Musikalische hinaus ist es aber auch ein Anliegen, die Kinder an den christlichen Glauben heranzuführen und ihnen soziale Kompetenz im Sinne des Evangeliums zu vermitteln.
Bei der Eröffnung des Hochamtes betonte Dompropst Josef Leininger die Bedeutung der Musik im liturgischen Geschehen der Kirche. Er überbrachte auch die Segenswünsche von Bischof Reinhard Marx und verlas später ein Grußwort des städtischen Kulturdezernenten Ulrich Holkenbrinck, der die pädagogische Bedeutung der Kantorei unterstrich.
Die neue, zarte Pflanze braucht in der Anfangszeit natürlich noch Unterstützung. Diese kommt aus Köln vom Mädchenchor der dortigen Kathedrale, der die Patenschaft für die Jugendkantorei übernommen hat. Unter der Leitung des Kölner Domkantors Oliver Sperling gestaltete der Chor vom Rhein gemeinsam mit den neuen Sängern die Messe und nahm den Trierer Chor während des Gottesdienstes in ihre Mitte.
Aus Bernkastel-Kues war der Präses des Diözesancäcilienverbands, Pfarrer Georg Moritz, angereist. Er äußerte die Hoffnung, dass der neue Chor auch auf die Pfarreien innerhalb des Bistums ausstrahle. Viele Kirchenchöre hätten Nachwuchsprobleme, denen man mit einem Kinder- und Jugendchor am besten begegnen könne.



 

Gründungsfest 2002 Kinder- und Jugendkantorei