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 | Archiv 2008 |
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Weihnachtskonzert der Jugendkantorei
Rund 1000 Besucher zeigten sich begeistert vom eineinhalbstündigen Weihnachtskonzert der Jugendkantorei am 28. Dezember. Der Nachwuchschor der Dommusik, die Harfenistin Regina Israel, Domorganist Josef Still und die Mainzer Dombläser boten unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer ein Programm mit festlicher und besinnlicher Musik dar, an dessen Beginn Benjamin Brittens Weihnachtszyklus "A Ceremony of Carols" stand. In stimmungsvoller Weise bezogen die jungen Sängerinnen und Sänger die Raumwirkung der Kathedrale in ihre Darbietungen mit ein, nahmen an unterschiedlichen Orten Aufstellung und umschlossen das Auditorium mit weihnachtlichen Klängen.
Bildimpressionen Weihnachtskonzert
Konzertprogramm [332 KB]
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Weihnachtskonzert 2008 - Konzertkritik
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Romantischer Gestus in vollen Zügen
Jugendkantorei am Trierer Dom im Weihnachtskonzert
Es ist schon sehr erstaunlich, wie sich die Jugendkantorei am Trierer Dom in den letzten Jahren entwickeln konnte, mit welcher Selbstverständlichkeit die jungen Sängerinnen und Sänger zu einem festen Bestandteil der Trierer Dommusik geworden sind. Ein beredtes Beispiel für die hohe Qualität, mit der hier musiziert wird, gab das Weihnachtskonzert der Kantorei in ihrer Heimstatt, der Trierer Mutterkirche.
Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth
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Trier. Domkantor Thomas Kiefer hatte ein ausladendes Programm zusammen gestellt, bei dem die Qualitäten des gerade einmal sechs Jahre alten Ensembles in vielfältiger Weise sichtbar und vor allem hörbar werden sollten. Vielleicht zu ausladend, denn im letzten Drittel des über eineinhalbstündigen Konzertes wurde doch eine gewisse Unruhe im voll besetzten Dom bemerkbar. Dies war aber auch das einzige, was man an diesem weihnachtlichen Konzert bemängeln konnte. Gleichzeitig konnte man erstaunt beobachten, wie konzentriert die Kantorei auch am Ende des Abends noch bei der Sache war.
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Obwohl sich die Jugendlichen schon ausführlich Benjamin Brittens "A Ceremony of Carols", einer interessanten Collage von Kiefer über den Choral "Es ist ein Ros' entsprungen" oder auch Joseph Rheinbergers "Wie lieblich sind deine Wohnungen" gewidmet hatten, waren sie am Ende bei den Weihnachtsliedern "Susanni" und "Still, still, still" und bei John Gardners "Tomorrow shall be my dancing Day" voll und ganz bei der Sache, konnten intonatorisch und dynamisch glänzen. Glockenklare Stimmen folgten dem klaren und unmissverständlichen Dirigat Kiefers. Faszinierend war dabei zu beobachten, dass die Jugendlichen nicht nur den Anweisungen Kiefers folgten, sondern offensichtlich ein ganz eigenes Gespür für das entwickelt hatten, was da im Notentext stand. Hier wurde selbstbewusst musiziert, der Chor lebte das, was in den Noten geschrieben stand.
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Diese Kantorei hat den Bereich eines "Kinder- und Jugendchores" längst verlassen, ist zu einem ernst zu nehmenden Klangkörper in der Musikregion geworden. Die musikalische Tiefe, die nicht nur bei Brittens Opus 28, unterstützt von der souverän agierenden Harfenistin Regina Israel, an den Tag gelegt wurde, war stupend. Rheinbergers Hymne atmete den romantischen Gestus in vollen Zügen, Francis Poulencs "Ave Maria" war ein überzeugendes Gebet tiefer, aber nie überzogener Frömmigkeit. Ein besonderes Kompliment muss man Kiefer und dem Chor für die hohe Qualität der Unisonopassagen machen, die mit einer beeindruckenden Reinheit den Dom erfüllten. Der lange und weit mehr als nur herzliche Applaus von gut 1000 Zuhörern war ein berechtigter Dank an alle Ausführenden, insbesondere aber an diesen jungen Chor.
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Begeisterndes Bruckner-Konzert im Dom
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"Musik, die die Welt aus den Angeln heben kann"
Bruckners große Chorwerke im Trierer Dom
(Trierischer Volksfreund vom 06.10.2008)
Von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth
Ganz dem Schaffen Anton Bruckners war das Finalkonzert des Mosel Musikfestivals gewidmet. Veranstaltet von der Hohen Domkirche, wurde es vom Domchor und dem Trierer Bachchor gestaltet.
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Trier. Im neuen Testament kann man lesen, dass der Glaube Berge versetzen kann. Wie groß muss der Glaube Anton Bruckners gewesen sein, dessen bekennende Musik dazu angetan ist, die Welt aus den Angeln zu heben. Diesen Eindruck zumindest musste man haben, als seine Messe in f-Moll und sein Te Deum als Abschluss des Mosel Musikfestivals 2008 im Trierer Dom verklungen waren. Vor der beeindruckenden Kulisse des ausverkauften Doms ging damit eine alles in allem erfolgreiche Spielzeit des Festivals auf eine höchst würdige Weise zu Ende. Die Verantwortung für das Konzert lag bei Domkapellmeister Stephan Rommelspacher.
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Es war schlichtweg beeindruckend, was Rommelspacher zusammen mit seinem Domchor und dem Trierer Bachchor (Einstudierung Martin Bambauer) in „ökumenischer Eintracht“, wie Dompropst Werner Rössel es in seiner kurzen Begrüßung nannte, zu bieten hatte. Sowohl die Messe als auch der Lobgesang nach den Worten des in Trier geborenen Kirchenvaters Ambrosius sind geprägt von tiefem Glauben, von unerschütterlicher Überzeugung, von tiefer Demut gleichermaßen wie von der Gewissheit der Erlösung. All dies wussten die beiden Chöre in Musik umzusetzen, machten so aus einem Konzert eine überzeugende Andacht, die neben der musikalischen auch von der gesangstechnischen Umsetzung her staunen ließ. Buchstäblich vom ersten Kyrie der Messe bis hin zum grandiosen „In te, Domine, speravi“ des Te Deum präsentierten sich die Chöre durch alle Stimmen hindurch hoch konzentriert und bestens vorbereitet. Bewundernswert auch, dass sich insbesondere der Sopran nach gut 90minütiger Dauerbeanspruchung im Finale noch steigern und in glasklare, jubelnde Höhen aufschwingen konnte.
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Nicht wenig Anteil am Erfolg des Konzertes hatte ein Solistenquartett, das man in solcher Homogenität nur selten zu hören bekommt. Jutta Böhnert konnte mit einem glänzend brillierenden Sopran aufwarten, Ruth Sandhoffs Alt verlieh dem Ensemble eine wohltuende, fast schon schmeichelhafte Wärme, die raumgreifend den Dom erfüllte. Bei dem Bassisten Timothy Sharp hätte man sich bei allen Qualitäten, die er bot, etwas mehr Klarheit und Volumen in den tiefen Regionen gewünscht. Zweifelsfrei eine Entdeckung war der junge Tenor Tilman Lichdi. Glasklar, mühelos, geschmeidig und strahlend lebte er die Aufführung mit, hatte großen Anteil daran, dass das Quartett „Te ergo quaesumus“ ein ergreifender Höhepunkt des Konzertes wurde.
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Leider agierte das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz nicht auf einer den Sängern vergleichbaren Qualitätsstufe. Dass die Musiker wegen eines Staus zu spät kamen, war verzeihlich und erstaunlich gleichermaßen. Ungeachtet dessen hatte man jedoch den Eindruck, dass der Funke der Begeisterung für Bruckners Musik nicht auf den Klangkörper überspringen wollte. Trotz aller Hinwendung durch das Dirigat Rommelspachers konnten die Akteure nicht mit derselben Empathie aufwarten, mit der Chor und Solisten zu überzeugen wussten. Dass das instrumentale Fundament der Aufführung bei den Zuhörern stellenweise dennoch Gänsehaut verursachen konnte, war Domorganist Josef Still zu verdanken, der mit Hilfe moderner Videotechnik die große Domorgel eindrucksvoll in das Gesamtgeschehen einzubringen wusste. Anders war es bei der Pause, die er Chor und Orchester zwischen Messe und Te Deum mit dem Adagio Ges-Dur aus Bruckners Streichquintett F-Dur gönnte. Trotz makelloser Umsetzung durch den Domorganisten konnte die Orgelübertragung von Erwin Horn die musikalische Aussage des Originals nicht wirklich erreichen.
Der ohnehin kräftige Schlussapplaus brandete nochmals heftiger auf, als Stephan Rommelspacher sich bei Dom- und Bachchor bedankte. Berechtigter Weise, hatten sie doch den größten Anteil an diesem erfolgreichen Finale des Festivals.
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Domchor in Burgund
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Hochamt in Kathedrale Dijon gestaltet
Alle zwei Jahre unternimmt der Trierer Domchor eine mehrtägige Chorfahrt. Nach Würzburg (2004) und Paderborn (2006) war erneut eine Bischofsstadt Ziel der Reise, das diesmal im benachbarten Ausland lag: Dijon, die traditionsreiche Hauptstadt Burgunds.
Erstes Etappenziel am Freitag, 8. August war für die rund 40 Sängerinnen und Sänger Toul, wo die erst kürzlich nach längerer Restaurierungszeit wieder eröffnete Kathedrale besichtigt werden konnte. Bereits gegen Mittag erreichte man Dijon und nahm Quartier in einem zentral gelegenen Hotel. Eine ausführliche Besichtigung der Kathedrale Saint Bénigne schloss sich an. Den exzellenten Kontakten des aus Dijon stammenden Chormitglieds Christophe Coulot, der die gesamte Fahrt minutiös vorbereitet hatte, war es zu verdanken, dass der Chor auch an Stellen des imposanten Bauwerks gelangte, die „normal Sterblichen“ verschlossen bleiben: so konnten die historische Riepp-Orgel nebst Orgelmuseum im Südturm, das Glockenspiel und schließlich sogar Gewölbe und Dachstuhl bestaunt werden. Nach einer Führung durch die einrucksvolle Altstadt von Dijon klang der Abend in einem gemütlichen Restaurant aus.
Der Samstag war einer Exkursion in das malerische Weinbaustädtchen Beaune vorbehalten. Dort führte Christophe Coulot kenntnisreich durch das Wahrzeichen der Stadt, das Hôtel-Dieu mit dem berühmten Altartryptichon „Das Jüngste Gericht“ von Rogier van der Weyden. Die Rückfahrt nach Dijon führte über die Burgundische Weinstraße, die sogenannte „Route des Grands Crus“. Zweimal wurde die Fahrt unterbrochen: zunächst in Nuits-Saint-Georges für einen Besuch des „Cassisium“ (inklusive Verkostung der ortstypischen Kreszenzen Cassis und Kir) sowie schließlich zu einer Weinprobe mit abschließendem Abendessen im Chateau Marsannay.
Höhepunkt der rundum gelungenen Chorfahrt war die musikalische Gestaltung des sonntäglichen Hochamts in der Kathedrale Saint Bénigne durch den Domchor. Unter Leitung von Domkapellmeister Stephan Rommelspacher und an der Chororgel begleitet von Domkantor Thomas Kiefer erklang Musik von Hans Leo Hassler, Knut Nystedt und Charles-Villiers Stanford. Den Solopart in Stanfords „Nunc dimittis“ op. 81 sang übrigens eindrucksvoll Vinzenz Haab, „Haus-Bariton“ und Freund des Trierer Domchors, der die Fahrt als Gast mitgemacht hatte. Nach einem kurzen Empfang durch die Orgelfreunde der Kathedrale trat man die Heimreise an.
Ein letzter Zwischenstop wurde am Stausee „La Liez“ eingelegt, wo bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf das mittelalterliche Stadtpanorama von Langres ein zünftiges Picknick stattfand. Einige der jüngeren Chormitglieder ließen es sich anschließend nicht nehmen, im kühlen Nass des Sees Erfrischung zu suchen. Die Ankunft in Trier gestaltete sich etwas wehmütig, mussten doch die beiden Chormitglieder Ute und Thomas von Briel verabschiedet werden, die den Chor berufsbedingt in Richtung München verlassen. So klangen drei erlebnisreiche, harmonische Tage mit dem bei derlei Anlässen unvermeidlichen „Irischen Segen“ und feuchten Augen aus…
Bildergalerie Burgundfahrt
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Seligsprechung von Mutter Rosa
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Große Herausforderung für die Dommusik
Phoenix überträgt live
Am Sonntag, 4. Mai, 15 Uhr findet im Trierer Dom die zweite Seligsprechung auf deutschem Boden (nach Paul-Josef Nardini, September 2007 in Speyer) statt. Die Gründerin der Franziskanerinnen von Waldbreitbach, Margaretha Flesch, genannt „Mutter Rosa“, wird in einer festlichen Liturgie zur Ehre der Altäre erhoben. Auch für die Dommusik Trier bedeutet diese Feier, der als Vertreter von Papst Benedikt XVI. der Kölner Kardinal Joachim Meisner vorstehen wird, eine besondere Herausforderung. Die „hauseigenen“ Ensembles Domchor und Jugendkantorei werden gemeinsam mit einem Projektchor aus Waldbreitbach einen großen, rund 150stimmigen Chor bilden. Die Begleitung übernehmen die Mainzer Dombläser. An den Orgeln sind Domorganist Josef Still und Domkantor Thomas Kiefer, die Leitung haben Domkapellmeister Stephan Rommelspacher und Domkantor Thomas Kiefer.
Im Zentrum des musikalischen Programms steht die spätromantisch-expressive „Messe Solennelle cis-Moll“ für Chor und zwei Orgeln von Louis Vierne. Hinzu kommen Franz Liszts monumentales „Tu es Petrus“ (aus seinem Christus-Oratorium), die Motetten „Beati quorum via“ von Charles-Villiers Stanford und „O salutaris hostia“ von André Messager sowie eine Reihe liturgischer Kompositionen von Domkapellmeister em. Klaus Fischbach, Thomas Kiefer und Stephan Rommelspacher, die zum Teil eigens für diesen Anlass komponiert wurden. Außerdem erklingt zum Abschluss des eigentlichen Seligsprechungsritus erstmals das „Mutter-Rosa-Lied“, für das die Freiburger Münsterorganistin Barbara Kolberg im Auftrag der Waldbreitbacher Franziskanerinnen Text, Melodie und einen fünfstimmigen Chorsatz geschaffen hat. Bläser- sowie Orgelmusik von Tommaso Albinoni, Claudio Monteverdi und Louis Vierne ergänzen das Programm.
Ab 15 Uhr wird der Sender „Phoenix“ den rund zweistündigen Gottesdienst live übertragen, Kommentator ist Monsignore Stephan Wahl. Bereits ab 14 Uhr wird im Dom ein Programm zur Einstimmung auf die Feier geboten. Jugendkantorei, Mainzer Dombläser und Domorganist Still führen Werke von Giovanni Gabrieli, Felix Mendelssohn Bartholdy, Maurice Duruflé, Richard Strauss, Agneta Sköld und anderen auf, Schwestern der Waldbreitbacher Franziskanerinnen beleuchten in kurzen Textimpulsen die Gestalt Mutter Rosas.
An den auf die Seligsprechung folgenden Tagen finden im Rahmen eines Triduums [48 KB]
weitere feierliche Gottesdienste im Dom statt. Die Pontifikalämter am Montag, 5. Mai und Dienstag, 6. Mai, jeweils 19 Uhr, gestalten Chöre aus Saarlouis (Leitung: Armin Lamar) sowie aus Losheim (Leitung: Dekanatskantor Alexander Lauer). Im abschließenden Pontifikalamt am Mittwoch, 7. Mai, 9 Uhr, an dessen Ende der Schrein mit den Reliquien Mutter Rosas feierlich verabschiedet und nach zurück nach Waldbreitbach übertragen wird, übernimmt die Jugendkantorei am Trierer Dom (Leitung: Thomas Kiefer) den Chorpart.
Zur Seligsprechung finden Sie hier verschiedene pdf-Dateien zum Download:
Mutter-Rosa-Lied: Text und Melodie [104 KB]
Mutter Rosa Lied: Orgelsatz [166 KB]
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22 Kinder in die Jugendkantorei aufgenommen
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Am Sonntag, dem 9. März hatten 22 Jungen und Mädchen ihren ersten Auftritt mit der Jugendkantorei. Unmittelbar vor dem Hochamt versammelte sich der Chor um die Altarinsel des Doms. Bischofskaplan Frank Kleinjohann betete für die Chorgemeinschaft und begrüßte vor allem die neuen Sängerinnen und Sänger, die zuvor in den ersten Bänken der Seitenschiffe Platz genommen hatten. Nachdem Domkantor Thomas Kiefer daraufhin deren Namen verlesen hatte, erhielt jedes neue Chormitglied aus der Hand seines Chorpaten sein Chorgewand. Die nun insgesamt 65 Jungen und Mädchen der Jugendkantorei nahmen dann ihren gewohnten Platz im Ostchor ein, von wo aus sie das Hochamt mit Chormusik von Fauré, Bach und Buckland gestalteten.
Sehen Sie hier Bilderimpressionen der Aufnahmefeier.
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Dommusik gedenkt Johannes Klassen
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50. Todestag des Trierer Domkapellmeisters
Am 23. Dezember 2007 jährte sich zum 50. Mal der Todestag des ehemaligen Trierer Domkapellmeisters und Domvikars Dr. Johannes Klassen. Von 1934 bis zu seinem frühen Tod 1957 leitete er den Trierer Domchor, den er national wie international zu höchster Anerkennung führte. Eine Fülle von Rundfunkmitschnitten (SWF, WDR, SR) zeugen vom hohen musikalischen Niveau, zu welchem der u. a. bei Heinrich Lemacher, Hermann Abendroth, Joseph Haas und Theobald Schrems ausgebildete Priestermusiker den damals rund 130köpfigen Domchor geführt hat. Höhepunkt seines Wirkens war die Teilnahme am Internationalen Chorwettbewerb in Arezzo 1953, den Klassen und sein Domchor gleich in drei Kategorien für sich entscheiden konnten. Auch am Trierer Priesterseminar war Johannes Klassen tätig, wo er eine ganze Generation des Trierer Diözesanklerus mit dem liturgischen Gesang vertraut machte. Nicht wenige seiner Chorsänger wurden durch sein Vorbild ebenfalls zum Kirchenmusikerberuf motiviert, darunter so prominente Namen wie Rudolf Ewerhard und Klaus Fischbach, später selbst Domkapellmeister in Trier, den mit seinem Lehrmeister Klassen auch die Herkunft verbindet: beide stammen aus dem kleinen Örtchen Wallenborn in der Vulkaneifel.
Am 20. Januar dieses Jahres ehrte die Dommusik Trier ihren ehemaligen Leiter mit einem Gedenktag. Den Festgottesdienst im Dom gestalteten Domchor und Dombläserensemble unter Leitung von Domkapellmeister Stephan Rommelspacher mit Vittorias Missa „Vidi speciosam“ und der groß angelegten, siebenstimmigen Motette „Justorum animae“, dem bedeutendsten Werk aus der Feder des Komponisten Johannes Klassen. Nach einem Memento an seinem Grab auf dem Kapitelsfriedhof fand im Romanischen Saal am Domkreuzgang ein Festakt statt, an dem rund 150 ehemalige Domchorsänger und –sängerinnen teilnahmen, darunter etwa zwei Drittel, die noch unter Klassen gesungen hatten. In mehreren kurzweiligen Redebeiträgen wurde die Erinnerung an einen strengen Chormeister, gleichzeitig aber auch von Güte, Herzenswärme und viel Humor geprägten Menschen wachgerufen, den seine Sänger(innen) liebevoll ihren „Capello“ nannten.
Gleichzeitig wurde eine von seinen Neffen Dr. Franz-Josef und Dr. Ludwig Klassen herausgegebene Gedenkschrift vorgestellt, die den Künstler, Chorerzieher und Menschen Johannes Klassen würdigt. Die 80seitige, reich bebilderte Schrift mit Beiträgen von Klaus Fischbach, Franz Ronig, Tim Becker, Stephan Rommelspacher und anderen kann über das Sekretariat der Dommusik Trier bezogen werden.
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