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 | Jugendkantorei bis 2010 |
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Umjubelte Johannespassion am Palmsonntag
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ERSTAUNLICHE PRÄZISION
Authentische Botschafter des Karfreitagsgeschehens: Johannespassion wird im Trierer Dom zu einem Ereignis
Eine Woche nach Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag erklang im Trierer Dom dessen Johannes-Passion. Ein Konzertereignis, das seinesgleichen suchen kann.
von unserem Mitarbeiter Gerhard W. Kluth (Trierischer Volksfreund vom 30. März 2010)
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Trier. "Erstmals wird in diesem altehrwürdigen Dom eine der großen Bach-Passionen aufgeführt. Ein historischer Moment, und Sie sind dabei." Mit diesen Worten begrüßte Domkapellmeister Stephan Rommelspacher die knapp 1000 Besucher in der Trierer Bischofskirche zum Konzert am Palmsonntag. Die Johannes-Passion, BWV 245, wurde 1724 erstmals aufgeführt und ist damit die älteste Karfreitagsmusik Bachs, gleichzeitig aber auch die jüngste, denn er hat dieses Werk mehrfach, zuletzt 1749, überarbeitet. Die Verantwortung für die Aufführung lag in den Händen von Domkantor Thomas Kiefer, der Trier mit diesem Abend etwas Außergewöhnliches geschenkt hat.
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Zunächst war es erstaunlich, dass die Jugendkantorei am Trierer Dom, verstärkt durch den "Projektchor Johannes-Passion", eine solch gewaltige Aufgabe stemmen konnte. Diesem Klangkörper muss man auch vorbehaltlos die größten Komplimente machen, waren alle anderen Beteiligten doch Profis in Sachen Musik. Da war zunächst einmal die technische Seite, die staunen machte. Welch eine Präzision, vom Eingangschor bis hin zum Schlusschoral. Es gab kaum eine Situation, in der man das Gefühl haben musste, es wackle ein wenig. Intonatorisch bewegte sich der Chor, der durchweg aus sehr jungen Mitgliedern bestand, auf allerhöchstem Niveau und lieferte eine verblüffende Sauberkeit.
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Was aber, bei aller Perfektion, viel mehr beeindrucken konnte, war die musikalische Tiefe, mit der hier agiert wurde. Die jugendlichen Sängerinnen und Sänger waren durchdrungen von diesem Werk und all seinen Aussagen. Sie wurden zu authentischen Botschaftern des Karfreitagsgeschehens. Trier ist eine Stadt der Chöre. Mit diesem Konzert wurde im Dom die Qualitätsmesslatte ein Stück höher gelegt.
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Freilich - dass dieser Abend ein großer Erfolg wurde, lag auch an den mitwirkenden Solisten und am Orchester L'arpa festante. Die Instrumentalisten aus München sind ja fast schon das Hausorchester in Dom und Basilika, wenn es um Alte Musik geht. Auch diesmal enttäuschten sie nicht, waren für Kiefer ein verlässlicher Partner in allen Situationen.
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Bei den Vokalsolisten ist allen voran der Tenor Hermann Oswald zu nennen, der als Evangelist eine Herkulesaufgabe zu erfüllen hatte. Viel wichtiger als die Tatsache, dass im zweiten Teil der Passion seine Stimme ein wenig einknickte, war die überzeugende Art, wie er seine Rolle verkörperte. Er war ein glaubhafter Berichterstatter, der seine Zuhörer in Trauer, Liebe, Mitleid und auch Wut versetzen konnte.
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Ebenfalls großartig der Bassist Andreas Pruys, der in der Christusrolle kurzfristig für den erkrankten Felix Speer eingesprungen war. Mit profunder Stimme trat er in Erscheinung und vertrat seine hoffnungslose und gerade deshalb siegesgewisse Partie. Ein empathischer Höhepunkt war die Sopran-Arie "Zerfließe, mein Herze", gesungen von einer glänzend vorbereiteten Eva Leonardy. Überhaupt hätte man das Solistenquintett als mustergültig bezeichnen können, wenn es Bettina Ranchs Alt nicht ein wenig an Kraft gefehlt und Marek Rzepka (Bass-Arien und Pilatusrolle) etwas verständlicher gesungen hätte.
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Letztlich war es aber Kiefer, für den die Anerkennung nicht groß genug ausfallen kann. Der noch junge Domkantor hat hier sein Meisterwerk an musikalischer Ausdeutung abgeliefert. Makellos gestaltete er die Übergänge zwischen den Chören, den Rezitativen und den Arien, baute vom Eingangs-Chor an eine Spannung auf, die das Publikum bis zum letzten Ton nicht mehr loslassen sollte. Mit seinem präzisen Dirigat hatte er die Aufführung fest im Griff. Ihm ist es zu verdanken, dass nach den begeisterten Ovationen viele Konzertbesucher am Ende sagten, solch eine intensive musikalische Erfahrung hätten sie in Trier noch nie gemacht.
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Firmung am 17. Januar 2010
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Am Sonntag, 17. Januar 2010 wurden erstmals Mitglieder der Jugendkantorei innerhalb der Chorgemeinschaft im Dom gefirmt. Im Rahmen eines festlichen Pontifikalamts spendete Bischof Dr. Stephan Ackermann 14 Jungen und Mädchen das Sakrament und fand hierbei eindrucksvolle Worte über die Bedeutung von Zeichen und Symbolen und deren Wirkung nach innen.
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Jugendkantorei begeistert in Villingen
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Trierer Jugendkantorei begeistert
Konzertrezension Schwärzwälder Bote von Bernd Boie
Villingen-Schwenningen. Trotz 17 Grad unter Null war das Münster am Samstagabend vor dem vierten Advent sehr gut besucht.Die Jugendkantorei am Trierer Dom unter Domkantor Thomas Kiefer war erstmalig zu Gast. Mit dabei der frühere Villinger Münsterkantor Stephan Rommelspacher an der großen Münsterorgel.
Schon die ersten fünf Stücke verströmten eine warme Atmosphäre, die das ganze Konzert über anhalten sollte. Gut 25 Mädchen und zwei Buben sangen mit hervorragend ausgebildeten Stimmen, einziehend von hinten zum Altar, wunderschöne Stücke von Hillerud, Carter, Buchenberg, zum Teil in Begleitung durch die große Orgel oder Harfe.
Völlige Beherrschung der Noten, wie selbstverständliche völlige Akzeptanz der Aussage der Stücke, das sind bedeutungsvolle Kennzeichen der musikalischen und pädagogischen Arbeit des für die Nachwuchsarbeit am Trierer Dom tätigen Domkantors Thomas Kiefer. Umfänglichstes Werk war die glanzvolle Interpretation von Benjamin Brittens »A Ceremoy of Carols«, ein zwölfsätziges Werk in der Tradition der englischen Kathedralmusik. Dabei zeigte sich die Solo-Harfenistin Esther Köninger als ideale, aufmerksam angepasste Begleiterin, deren Spiel man auch bei ihrem Solo-Werk »Variations Pastorales sur un Noël« von M.S.Rousseau bewundern konnte.
Besonders zu bestaunen war aber die Bearbeitung des alten bekannten Weihnachtsliedes »Es ist ein Ros entsprungen« von Thomas Kiefer mit einer Collage – der Chor bildete eine Klangfläche (»Cluster«) aus persönlich unterschiedlich schnell gesungenen Liedzeilen und darüber vor den Altarstufen von zwei Mädchen gesungenem Lied, wohl der Höhepunkt des Programms. Dabei stand der Chor weit auseinander gezogen um die Zuhörer herum. Thomas Kiefer leitete aus der Mitte der Kirche mit sparsamen Gesten dieses komplizierte aber phantastisch gebaute Werk, das in die Richtung »Chorische Improvisation« gehört. Übrigens: Nur Musik aus dem 20. Jahrhundert enthielt das Programm, das von sehr ausgewogener Klangschönheit, hervorragender Textverständlichkeit, bestechender Intonation und sauberer Rhythmik – manchmal klang auch mild Jazzartiges, oder leicht Poppiges hinein – bot. »Maria durch ein Dornwald ging« und »Maria walks amid the thorn« für Orgel beziehungsweise Harfe und Chor waren Perlen in Komposition und Wiedergabe, wozu auch Rommelspachers »Meditation« über dieses Lied von Jan Janca angepasst gehörte. Chor und Harfe bei »A new Year Carol« (Britten) und »Mid-winter« (Chilcott) zeigten mit Swing-Harmonik auch choreographisch Interessantes. Drei deutsche Weihnachtslieder in heutigem Gewand und besonders anspruchsvollem Arrangement in noch einmal wunderbarem Glanz bildeten den Schluss, bevor Stephan Rommelspacher dessen bekannte Dandrieu-Variationen über ein französisches Weihnachtslied unglaublich farbig auf seiner alten »Hausorgel« überlegen und musikantisch gespielt, mit dem präzis und fröhlich musizierenden Chor Olssons »Advent« den begeisternden Schlusspunkt setzten. Der Beifall endete erst nach einer Zugabe des Chores mit dem a capella gesungenen »Still, still«. Ein im hochprofessionellen Segment musizierender Jugend-Chor hat seine deutlich gestaltete und zu bewundernde Visitenkarte abgegeben, ein Ergebnis vorbildlicher Chorerziehung und großartiger musikalischer Ausstrahlung. Bravo !
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Schwedenfahrt Sommer 2009
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„Expedition Elch“ - Jugendkantorei am Trierer Dom auf Schweden-Fahrt
Festliche Domgottesdienste, Konzerte, darunter auch ein Auftritt im Kölner Dom, Mitwirkung bei den Heilig-Rock-Tagen und kurz darauf bei der feierlichen Einführung des neuen Bischofs: spannend verlief für die Jugendkantorei am Trierer Dom das erste Halbjahr 2009. Ihren Abschluss und Höhepunkt fanden die sechs ereignisreiche Monate zu Beginn der Sommerferien in der „Expedition Elch“, wie die elftägige Schweden-Fahrt von den mitreisenden 32 Mädchen und Jungen des Konzertchors scherzhaft tituliert worden war.
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Domkantor Thomas Kiefer, Leiter der der musikalischen Nachwuchsarbeit am Dom, hatte die nach Italien (2007) und Frankreich (2008) bereits dritte Auslandsreise der Jugendkantorei akribisch vorbereitet, wobei zahlreiche Kontakte aus seiner zweijährigen Studienzeit an der Stockholmer Musikakademie hilfreich waren. Mit dem Bus ging es via Lübeck nach Travemünde, wo ein erstes Highlight wartete: eine nächtliche Partie auf dem Fährschiff „Nils Holgersson“, das den Chor über die spiegelglatte Ostsee sicher ins schwedische Trelleborg brachte. Quer durch Südschweden ging es dann in die Hauptstadt Stockholm. Dort nahm die Jugendkantorei zunächst am internationalen Chorfestival des Pueri-Cantores-Verbandes teil, der weltweiten Vereinigung der katholischen Kinder- und Jugendchöre.
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Zusammen mit 4.000 jungen Sängerinnen und Sängern aus fünfzehn Ländern und dem eigens aus Rom angereisten Kardinal Walter Kasper wurden Gottesdienste und Friedensgebete vor dem Stockholmer Schloss und im Freizeitpark Skansen gefeiert. Daneben gab die Jugendkantorei Konzerte in zwei großen Kirchen der Stockholmer City: Adolf-Frederiks-Kyrka und St. Klara. Mit ausgiebigen Erkundungsgängen durch die malerisch auf vierzehn Inseln gelegene Schwedenmetropole, einer Schiffstour durch die Stockholmer Schären und der Besichtigung des berühmten Wasa-Museums kam auch die Freizeit nicht zu kurz.
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Nach dem Ende des Chorfestivals reiste die Jugendkantorei weiter nach Mittelschweden. Unter Leitung von Thomas Kiefer und an der Orgel begleitet von Domkapellmeister Stephan Rommelspacher, gab sie ein Konzert im eindrucksvollen gotischen Dom von Västeras. Dabei erklang zur Freude des Publikums auch Musik aus der Feder der einheimischen Komponistin Agneta Sköld, der Dommusikdirektorin von Västeras. Nach einem sonnigen Tag am malerischen Mälarensee wurde die nächste Station der Chorfahrt, die südschwedische Insel Öland angesteuert, bevor schließlich nach einem letzten Zwischenstopp in Malmö die „Expedition Elch“ mit der Heimreise nach Trier endete. Kleiner Wermutstropfen: einen echten Elch hat leider keiner der Expeditionsteilnehmer zu Gesicht bekommen…
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Aufnahmefeier 2009
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Am zweiten Fastensonntag, 8. März 2009, wurden im Rahmen des Hochamts 15 neue Sängerinnen und Sänger in die Jugendkantorei aufgenommen. Zu Beginn der Messfeier zog der Chor mit seinen nun insgesamt 70 Stimmen feierlich in den Dom ein und versammelte sich um die Altarinsel. Domvikar Frank Kleinjohann begrüßte die Kinder und Jugendlichen und dankte ihnen für ihren wichtigen Dienst in der Domliturgie.
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Aus den Händen ihrer Chorpaten erhielten die neuen Jungen und Mädchen ihr Chorgewand. Domvikar Kleinjohann, geistlicher Begleiter der Kantorei, segnete die Chorgemeinschaft. Der Konzertchor begrüßte die neuen Mitglieder mit Mendelssohns Engelsterzett "Hebe deine Augen auf". Vom Chorpodest aus gestaltete die Jugendkantorei anschließend das Hochamt, u.a. mit der "Messe pour deux voix égales" von Cécilie Chaminade.
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Jugendkantorei zu Gast im Kölner Dom
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Eine große Ehre wurde vom 13. bis 15. Februar der Jugendkantorei zu Teil, die einer Einladung der Kölner Dommusik folgte. Am Freitag, 13. Februar, gab die Jugendkantorei ein Konzert im Chorraum des Kölner Doms im Rahmen der Reihe "Geistliche Musik am Dreikönigenschrein". Im Mittelpunkt des 70-minütigen Programms stand dabei die hochromantische Psalmvertonung "Wie lieblich sind deine Wohnungen" von Joseph Rheinberger. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von Ulrich Krupp an den Orgeln des Doms. Am Sonntag, 15. Februar, folgte zum Abschluss einer sehr freundschaftlichen Chorbegegnung die Gestaltung des Hochamtes gemeinsam mit dem Mädchenchor am Kölner Dom.
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Weihnachtskonzert 2008
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Rund 1000 Besucher zeigten sich begeistert vom eineinhalbstündigen Weihnachtskonzert der Jugendkantorei am 28. Dezember. Der Nachwuchschor der Dommusik, die Harfenistin Regina Israel, Domorganist Josef Still und die Mainzer Dombläser boten unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer ein Programm mit festlicher und besinnlicher Musik dar, an dessen Beginn Benjamin Brittens Weihnachtszyklus "A Ceremony of Carols" stand. In stimmungsvoller Weise bezogen die jungen Sängerinnen und Sänger die Raumwirkung der Kathedrale in ihre Darbietungen mit ein, nahmen an unterschiedlichen Orten Aufstellung und umschlossen das Auditorium mit Klängen.
Romantischer Gestus in vollen Zügen (Konzertkritik)
Konzertprogramm [332 KB]
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Gloria - Die CD der Jugendkantorei
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Sechs Jahre nach ihrer Gründung präsentiert die Jugendkantorei ihre erste CD, aufgenommen an fünf Tagen im Sommer 2008 im Trierer Dom unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer. Zwei mitreißende Gloria-Vertonungen bilden den Rahmen um eine vielfältige Auswahl romantischer und zeitgenössischer Chormusik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Maurice Duruflé, Gabriel Fauré, Agneta Sköld, Javier Busto, Pekka Kostiainen u.a. Aus acht Ländern kommen die eingespielten Werke, die die Jugendkantorei teils a cappella, teils mit Instrumentalbegletung interpretiert. Hierbei wirken neben Domkapellmeister Stephan Rommelspacher (Orgel) auch die Violinistin Lea Kottner (Philharmonisches Orchester Trier) und der Pianist Christian von Blohn (St. Ingbert/Saar) mit.
Lesen Sie hier
die Liste der aufgenommenen Chorwerke.
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CD-Bestellung
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Die CD ist ab sofort zum Preis von 14,- € im Büro der Dommusik erhältlich (Hinter dem Dom, Fon 0651-7105379). Auf Wunsch kann sie auch hier per mail bestellt und gegen Rechnung zuzügl. Versandkosten versendet werden. Außerdem kann die CD in der Dom-Information (Domfreihof, Fon 0651-9790790) erworben werden.
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Tour de France 2008
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Klänge aus Trier in französischen Kathedralen - Spontankonzert unter dem Eiffelturm
Zum dritten Mal seit ihrer Gründung im Jahr 2002 unternahm die Jugendkantorei am Trierer Dom eine mehrtägige Konzertfahrt. Nach der unvergessenen Schweiz-Italien-Reise im Juli 2007 und der Berlin-Fahrt im Oktober 2007 ging es nun erstmals nach Frankreich. Elf Tage war der auf mittlerweile 60 Mädchen und Jungen angewachsene Nachwuchschor der Trierer Dommusik Ende Juni im Nachbarland unterwegs, gab Konzerte, gestaltete Gottesdienste und genoss aber auch, wohlverdient am Ende eines anstrengenden Schul- und Chorjahres, unbeschwerte Stunden miteinander. Domkantor Thomas Kiefer hatte die „Tour de France“, unterstützt von einem engagierten Helferteam, wieder bis ins Detail geplant und vorbereitet. Den Auftakt machte die Elsass-Metropole Straßburg, deren malerische Winkel von der direkt am Rhein gelegenen Jugendherberge aus erkundet wurden. Im altehrwürdigen Münster gestaltete der Chor das Sonntagshochamt mit Musik von Léo Delibes und André Messager.
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Die zweite Station lag in den Zentralvogesen. Über Colmar und den Col de la Schlucht ging die Fahrt nach Gérardmer, wo ein idyllisch am Hang liegendes Landhaus mit weitem Blick über die eindrucksvolle Mittelgebirgslandschaft den Chor aufnahm. Wanderungen, Baden im Lac de Gérardmer und ein Gottesdienst mit Domvikar Frank Kleinjohann, dem Geistlichen Begleiter der Jugendkantorei, waren weitere Programmpunkte.
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Auf die Vogesen folgte Burgund. In der Kathedrale St. Bénigne in Dijon gab der Chor sein erstes Konzert. Unter der Leitung von Domkantor Thomas Kiefer und an der Orgel von Domkapellmeister Stephan Rommelspacher begleitet, demonstrierte die Jugendkantorei einem sichtlich beeindruckten Publikum mit romantischer und zeitgenössischer Chormusik für gleiche Stimmen ihren hohen Leistungsstand. Eva Leonardy, Stimmbildnerin der Jugendkantorei, verlieh dem Programm mit geistlichen Sololiedern von Felix Mendelssohn Bartholdy zusätzlichen Glanz. Im Übernachtungsquartier, einem schmucken Jugendhotel am Stadtrand, wurde anschließend der deutsche EM-Halbfinalsieg Sieg über die Türkei frenetisch bejubelt.
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Tags darauf ging es von Burgund Richtung Le Mans. Für die über 600 km lange Busfahrt entschädigte den Chor und das fünfköpfige Betreuerteam ein zweitägiger Aufenthalt in Mézeray, einem zur Jugendherberge ausgebauten idyllischen Landgut. Von dem in traumhafter Natur gelegenen Anwesen aus ging es ins etwa 20 km entfernte Le Mans, wo die Jugendkantorei in der Kathedrale St. Julien, einem gewaltigen romanisch-gotischen Bau, ihr zweites Konzert gab.
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Es fand im geräumigen Kapitelschor der Kathedrale statt und brachte eine kleine Überraschung mit sich, weil Chorleiter Kiefer sich spontan dafür entschied, Teile des Programms in „englischer“ Aufstellung singen zu lassen: in zwei Chorhälften geteilt vom Chorgestühl aus, dazwischen das Auditorium. Der Chor meisterte auch diese ungewohnte Situation mit Bravour und wusste einmal mehr die zahlreich erschienenen Zuhörer zu begeistern.
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Letzte Reisestation war nach Zwischenstop in Chartres mit Besichtigung seiner berühmten Kathedrale am letzten Juni-Wochenende Paris. Von der im Stadtteil Clichy gelegenen Jugendherberge aus wurde die französische Metropole ausgiebig erkundet, wobei ein nächtliches Spontankonzert direkt unter dem Eiffelturm nicht fehlen durfte. Ihren letzten musikalischen Programmpunkt der Fahrt hatte die Jugendkantorei in der altehrwürdigen Basilika St. Clotilde, einst Wirkungsstätte so bedeutender Komponisten wie César Franck oder Jean Langlais, mit der Gestaltung der sonntägliche Grande Messe.
Das beim abendlichen Imbiss gemeinsam „durchlittene“ EM-Finale war schnell vergessen, denn auf der Heimfahrt gab es, als „Bonbon“ und Belohnung für die Strapazen der Fahrt, aber auch der zurückliegenden Wochen und Monate, noch einen ausgiebigen Aufenthalt in Eurodisneyland mit seinen diversen Attraktionen. Nicht vorhersehbare Turbulenzen (Motorschaden des Busses, nächtlicher Stop im Krankenhaus Reims) ließen die Heimfahrt nach Trier noch zu einem kleinen Abenteuer werden und die gemeinsam verbrachte Nachtruhe in der heimischen Choraula, die dafür zum Matratzenlager umfunktioniert worden war, auf ein Minimum schrumpfen. So blinzelten den zum finalen Willkommens-Frühstück erschienenen Eltern zwar noch ziemlich müde, aber aufgrund der vielen Eindrücke und Erlebnisse glückliche Gesichter entgegen.
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