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 | Chorhaus am Dom |
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Chorhaus am Dom: Richtfest gefeiert
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„Kein schöner Haus in dieser Zeit…“
„Gaudeamus hodie“ – mit einem schwungvollen Kanon eröffnete eine gut zwanzigköpfige Delegation des Trierer Domchors unter Leitung von Domkapellmeister Stephan Rommelspacher am Freitag, 20. Mai das Richtfest für das neue Chorhaus am Dom. Es waren gleichzeitig die ersten gesungenen Töne, die im neuen Chorsaal, dem „Herzstück“ des künftigen Domizils der Chöre am Trierer Dom erklungen sind.
Grund zur Freude hatten sie alle, die der Einladung von Dompropst Werner Rössel gefolgt waren: die Architekten, die Chefs der am Bau beteiligten Firmen mit ihren Mitarbeitern, die Mitglieder des Domkapitels, darunter auch Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink, die Mitarbeiter der Hohen Domkirche und der Dommusik und nicht zuletzt die Sängerinnen und Sänger der Chorfamilie am Trierer Dom, soweit sie an der Feier teilnehmen konnten.
Auf die einleitenden Chorklänge folgte der traditionelle Richtspruch, in launigen Versen vorgetragen von Walter Wegner, Zimmerer bei der Fa. Holzbau Berens. An Dompropst Rössel war es dann, die fröhliche Feierrunde offiziell willkommen zu heißen. Einleitend blickte er kurz auf die nicht immer einfache, rund zehnjährige „Inkubationszeit“ des Projekts zurück und dankte allen Entscheidungsträgern für ihren Mut, auch in finanziell angespannten Zeiten Neues zu schaffen, um den Chören am Dom endlich angemessene Arbeitsbedingungen bereit zu stellen. Dankbar erwähnte er Bischof Dr. Stephan Ackermanns ganz persönliches Engagement für das Chorhaus, dankte aber natürlich auch allen am Rohbau beteiligten Firmen für ihre exzellente und vor allem zügige Arbeit, ohne die Abriss und Rohbau nicht in derart kurzer, fast rekordverdächtiger Zeit über die Bühne gegangen wären.
Architekt Karl Feils erinnerte in seinem Grußwort an die besonderen Herausforderung der Baustelle: zunächst Abriss mit „feinem Besteck“ bis zur Offenlegung der mittelalterlichen Gewölbekappen und anschließend Neubau mit Einbringung hoher Lasten auf die historischen Fundamente des darunter liegenden Kreuzgangs und des Romanischen Saals. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang besonders bei Statiker Johann Ritz, aber auch bei allen beteiligten Firmen für die bisher geleistete, hervorragende Arbeit. Besonders erwähnte der Architekt die gute Zusammenarbeit mit den Vertretern der Denkmalpflege wie auch der Stadt Trier. Die zeitgleich stattfindenden Arbeiten zur Neugestaltung des Bischof-Stein-Platzes brächten enorme Belastungen mit sich. Der Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten mit wöchentlichen Abstimmungsgesprächen sei es zu verdanken, dass die beiden Großbaustellen in friedlicher Koexistenz nebeneinander betrieben werden könnten.
Zum Abschluss des offiziellen Teils des Richtfests gab es nochmals Musik. Ehe das fröhliche Beisammensein schließlich bei Fleischkäse und Kartoffelsalat, frisch Gezapftem vom Fass, köstlichem Obstbrand (gestiftet von Architekt Feils) und angeregten Gesprächen fortgesetzt wurde, sang die Domchor-Abordnung, frei nach einem bekannten Volksliedtext und passend zum Anlass: Kein schöner Haus in dieser Zeit als unser Chorhaus weit und breit…
Sehen Sie hier Bilder von den Arbeiten seit Ostern und vom Richtfest. (Fotos: Sebastian Schritt)
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Großbaustelle am Bischof-Stein-Platz
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Neues Chorhaus entsteht unter „Christo-Verhüllung“
Fast wie ein Kunstobjekt von Christo mutet sie an, die „Verhüllung“, unter der zur Zeit das Chorhaus am Dom, so die künftige Bezeichnung für das neue Domizil der Dommusik, emporwächst und zunehmend Form annimmt. Notwendig wurde das aufwändige Gerüst mit Planen und Überdachung, um die mittelalterliche Bausubstanz des Domkreuzgangs und des Romanischen Saals zu schützen, kommt der Neubau des Chorhauses doch unmittelbar auf Mauerwerk und Gewölben aus dem 11. Jahrhundert zu liegen.
Nachdem bereits im Sommer 2010 die vorbereitenden Grabungen der Archäologen und die Bauvoruntersuchungen stattgefunden hatten, begann im Herbst der Aufbau des Großgerüsts mit kompletter Überdachung der Baustelle. Der Romanische Saal, sozusagen das Tiefgeschoss unter dem neuen Baukörper, musste vollständig mit Sicherungsstützen unterfangen werden.
Über drei Monate zogen sich anschließend die Abbrucharbeiten bis zur Freilegung der romanischen Gewölbekappen hin, da aufgrund der historischen Umgebung äußerst umsichtig und behutsam vorgegangen werde musste. Welcher Neubau ruht schon auf mittelalterlichen Gewölben und Fundamenten, die Teil eines Weltkulturerbe-Ensembles sind?
Um Zeit zu sparen, wurde schon parallel zu den Abbrucharbeiten der neue vorgelagerte Treppenhausturm errichtet, der das Gebäude von Norden her erschließen wird. Zeitgleich begann auch die Stadt mit ihren Arbeiten zur Neugestaltung des ehemaligen Parkplatz zwischen Diözesanmuseum und Dom, der künftig über die Windstraße direkt mit dem Domfreihof verbunden und wie dieser ein autofreier Fußgängerbereich sein wird. Der neu entstehende Bischof-Stein-Platz wird sich nicht nur als schön gestalteter, zum Flanieren und Verweilen einladender Platz präsentieren, sondern dem neuen Chorhaus am Dom wie auch dem gegenüber liegenden Museum künftig ein attraktives Entrée bieten.
Im Winter haben die Rohbauarbeiten für die beiden Chorhaus-Geschosse begonnen. Trotz Schnee und langer Frostperiode schreiten sie seither zügig voran. Mitte März konnte bereits der Beton für die Geschossdecke im Dachgeschoss gegossen werden, in dem der neue große Chorsaal, Herzstück des gesamten Bauprojekts, untergebracht sein wird. Von den rasanten Fortschritten der Baumaßnahme konnten sich Leitung und Mitarbeiter der Dommusik anlässlich einer Baustellenbesichtigung überzeugen, die Ende März unter der fachkundigen Führung von Architekt Karl Feils, dem Planer und Leiter des Bauprojekts, stattgefunden hat.
Im April beginnen die Arbeiten am Dachstuhl und der Teilabbau des Baugerüsts. Bereits für den 20. Mai ist das Richtfest geplant, dem sich die umfangreichen Arbeiten für den Innenausbau anschließen.
Im Januar 2012, noch rechtzeitig vor der großen Heilig-Rock-Wallfahrt, soll das neue Chorhaus am Dom fertig gestellt sein und seiner Bestimmung übergeben werden. Dann hat für viele kleine und große Sängerinnen und Sänger der Dommusik eine lange Zeit des Wartens ihr Ende gefunden…
Sehen Sie hier Impressionen vom Abriss des alten Chorhausesund hier Impressionen vom Rohbau des neuen Chorhauses (alle Fotos: Sebastian Schritt).
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Chorhaus am Dom: Richtfest
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Chorhaus am Dom: Rohbau Frühjahr 2011
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Chorhaus am Dom: Gerüstbau, Abriss Winter 2010/11
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Chorhaus am Dom: Abrissvorbereitungen Sommer 2010
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Wasserschaden im Domchorhaus 2009
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