ist seit Oktober 2000 Domkapellmeister am Dom zu Trier. Entscheidend geprägt und zum Kirchenmusikerberuf geführt hat den gebürtigen Friedrichshafener seine neunjährige Ausbildung am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Ersten Orgelunterricht erhielt er beim Regensburger Domorganisten Eberhard Kraus. 1979 wurde er in Berlin Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.
In Freiburg studierte Stephan Rommelspacher katholische Kirchenmusik (A-Examen), Schulmusik und Musikwissenschaft. Zu seinen Lehrern zählten Hans Musch und Ludwig Doerr (Orgel), Hans Michael Beuerle (Chor- und Orchesterleitung), Matthias Kreuels (Gregorianik) und Hans-Heinrich Eggebrecht (Musikwissenschaft). Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und des DAAD absolvierte er anschließend ein zweijähriges Orgel-Aufbaustudium bei Michael Radulescu an der Musikhochschule Wien, das er mit dem Konzertdiplom abschloss. 1989 wurde ihm der Kulturpreis seiner Heimatstadt Friedrichshafen verliehen.
Vor seiner Berufung nach Trier war Stephan Rommelspacher annähernd zwölf Jahre als Bezirkskantor der Erzdiözese Freiburg am Münster Unserer Lieben Frau in Villingen/Schwarzwald tätig. Als Organist der 60registrigen Sandtner-Orgel des Münsters, Leiter von fünf Chorgruppen und Verantwortlicher für die renommierten Villinger Münsterkonzerte stand er im Zentrum eines vielfältigen kirchenmusikalischen Lebens in Villingen und der Region Schwarzwald-Baar, das er vor allem durch die Aufführungen bedeutender geistlicher Werke mit dem von ihm gegründeten Kammerchor Capella Nova und dem Villinger Oratorienchor nachhaltig prägte. Daneben war er in der Ausbildung junger Kirchenmusiker (C-Kurs), als Chorleitungsdozent auf Werkwochen und Kursen, als Herausgeber von Chorliteratur (Freiburger Chorbuch), als Lehrbeauftragter für Orgel an der Staatlichen Musikhochschule Trossingen sowie als konzertierender Organist tätig.
Die 2002 eingeweihte Rekonstruktion der Johann-Andreas-Silbermann-Orgel von 1752 in der Benediktinerkirche Villingen geht auf seine Initiative zurück. Für seine Verdienste um dieses viel beachtete Projekt verlieh ihm die Stadt Villingen-Schwenningen im März 2003 ihre Bürgermedaille.